Donnerstag, Juli 09, 2009
"Pluralismus in Theorie & Praxis?"
Die letzten Woche denke ich immer wieder darüber nach, dass wir als Christen zwar über den Paradigmenwechsel hin zur Postmoderne viel geforscht und geschrieben haben, aber scheinbar doch nicht damit gerechnet haben, dass er tatsächlich real stattfindet. Ich habe den Eindruck, dass viele Gemeinden in Deutschland über die Auswirkungen überrascht sind. Man hat duzende Bücher gelesen, Vorträge gehört und diskutiert und hat es aber stets auf der Metaebene gesehen. Natürlich merkte man, dass Beziehungen eine gesteigerte Aufmerksamkeit im Kontext der Gemeinde brauchen, dass die Verbindlichkeit nachlässt und die Generation 19plus sich aus dem Gemeindeleben zurückzieht und dafür ist man auch bereit methodisch etwas zu tun, neue Musikstile, neue Namen, neue kreative Elemente, aber der Kern der Theologie und die Kategorien der Arbeit blieben oftmals gleich. Der Anstrich hat sich verändert, schimmert postmodern, aber der Inhalt ist gleich geblieben. Jetzt stellen wir in Deutschland fest, dass viele (junge) Menschen sich aber von der postmodernen Farbe nicht beeindrucken lassen, sondern den Inhalt kritisieren. Die Evangelikalen schreien dann erstaunt auf: „Halt, dass geht doch nicht, wir sind doch postmodern, wir wissen alles über Pluralismus und Individualismus, schaut unsere Fassade an!“ Aber in einer Gesellschaft die pluralistisch und individualistisch geprägt ist und so denkt und lebt, geht es nicht um die theoretische Analyse, sondern um die gelebte Auswirkung. Pluralismus ist dabei zum Schlagwort geworden, der symbolisiert, dass irgendwie alles nebeneinander steht. Dies ermöglicht vielfältige Chancen und eröffnet neue Chancen, gerade auf dem Markt der religiösen Möglichkeiten. Aber da reicht ein neuer Anstrich nicht aus, da geht es um Inhalte und plötzlich merkt man, dass der Inhalt eine traditionelle dogmatische Theologie ist, die kaum dialogfähig ist und auf einem modernen Wahrheitsbegriff ruht. Dazu kommt, dass sich Menschen durch zu viele Wahlmöglichkeiten verunsichern lassen und sich an den Rändern sammeln. Dies gilt sowohl für den „linken Rand“, der idealisierend die Welt verändern möchte und dadurch wieder radikalisiert wird als auch für den rechten Rand, der sich in einer unsicher gewordenen Zeit verzweifelt an die „alte Wahrheit“ klammert und zum Fundamentalismus neigt. So verhärten mitten in einer pluralistisch lebenden Gesellschaft die Ränder, was viele Christinnen und Christen noch mehr verwundert, da man doch gerade dachte, die Postmoderne und den Pluralismus verstanden zu haben. Inhaltlich wird dies an „Mission“ sehr deutlich. Zwar hat sich der Begriff „missional“ in den letzten Jahren mehr und mehr durchgesetzt, aber die Konsequenz was dies im Leben zwischen Familie, Beruf und Kirche heißt, ist schwer umzusetzen. So versucht man die „Tat“ gegenüber dem „Wort“ aufzuwerten und die Grenzen zwischen „Kirche und Welt“ zu überwinden, aber wenn konkrete Anfragen kommen, verfällt man zu leicht wieder in die „alte Apologetik“ zurück. Dies wird besonders im interkulturellen Dialog deutlich. Andere Religionen werden von vielen Christinnen und Christen immer noch angstbesetzt gesehen und somit als „Feind“ deklariert, was besonders für den Islam gilt. Mit dieser inhaltlichen Füllung ist aber kaum ein Dialog möglich. Ein Dialog kann aber nur auf einer Basis des Respekts und der Achtung des Anderen gelingen und auf der Grundlage eines demokratischen Kontextes. Letzteres haben wir in Deutschland, nur beim erstgenannten hapert es noch, dabei schließen sich Dialog und Mission meiner Meinung keinesfalls aus.
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Sonntag, Juli 05, 2009
„Ich lehne Mission ab. Oder doch nicht?“
Diese Woche wurde ich in der Stadt von einer jungen Dame angesprochen und es ergab sich folgender Dialog:
Junge Dame: Entschuldigung, darf ich ihnen ein paar Fragen beantworten?
Ich: Äh, was für Fragen?
JD: Fragen zum Thema „Ärzte ohne Grenzen“!
Ich: (entdeckte jetzt auch den Stand, der ein paar Meter weiter stand) Habe ich Fragen dazu?
JD: Klar, wir sind hier um diese Fragen zu beantworten?
Ich: (überlegt kurz) Also, wer hat denn Ärzte ohne Grenzen gegründet?
JD: es folgte ein 5min Vortrag über die Geschichte mit der Aufforderung am Ende, was ich davon halte
Ich: Ich finde das Klasse, ich kenne viele Hilfsorganisationen. Können da eigentlich nur Ärzte mitmachen?
JD: Nein, da kann jeder mitarbeiten. Was machen Sie denn?
Ich: Ich bin Theologe.
JD: Oh, dann dürfen Sie nicht mitmachen!
Ich (erstaunt) Warum nicht?
JD: Weil wie weltanschaulich neutral sind und Mission ablehnen...
Ich: Also dafür sind sie ganz schön missionarisch.
JD: (jetzt auch erstaunt) Bin ich nicht.
Ich: Also Sie haben mich als Fremden angesprochen und behauptet sie würden meine Fragen beantworten, die ich gar nicht hatte und lassen auch nicht locker, sind sehr engagiert, nehmen sich frei und bekommen wahrscheinlich nicht mal Geld dafür. Das nenne ich einen hohen missionarischen Eifer.
JD: (überlegt lange) Stimmt eigentlich.
Ich: Und sie haben sicherlich auch eine innere Motivation, vielleicht keine christliche, aber sie wollen mit ihrer Mission was erreichen, oder? Menschen aus Marburg für ihre Organisation gewinnen: Aufklären, Spenden und Mitarbeiter gewinnen.
JD: Also so habe ich das noch gar nicht gesehen.
Ich: Ich muss jetzt leider los. Habe auch noch eine Mission auszufüllen....
JD: Gibt mir noch ein Infoblatt und wir verabschieden uns
Junge Dame: Entschuldigung, darf ich ihnen ein paar Fragen beantworten?
Ich: Äh, was für Fragen?
JD: Fragen zum Thema „Ärzte ohne Grenzen“!
Ich: (entdeckte jetzt auch den Stand, der ein paar Meter weiter stand) Habe ich Fragen dazu?
JD: Klar, wir sind hier um diese Fragen zu beantworten?
Ich: (überlegt kurz) Also, wer hat denn Ärzte ohne Grenzen gegründet?
JD: es folgte ein 5min Vortrag über die Geschichte mit der Aufforderung am Ende, was ich davon halte
Ich: Ich finde das Klasse, ich kenne viele Hilfsorganisationen. Können da eigentlich nur Ärzte mitmachen?
JD: Nein, da kann jeder mitarbeiten. Was machen Sie denn?
Ich: Ich bin Theologe.
JD: Oh, dann dürfen Sie nicht mitmachen!
Ich (erstaunt) Warum nicht?
JD: Weil wie weltanschaulich neutral sind und Mission ablehnen...
Ich: Also dafür sind sie ganz schön missionarisch.
JD: (jetzt auch erstaunt) Bin ich nicht.
Ich: Also Sie haben mich als Fremden angesprochen und behauptet sie würden meine Fragen beantworten, die ich gar nicht hatte und lassen auch nicht locker, sind sehr engagiert, nehmen sich frei und bekommen wahrscheinlich nicht mal Geld dafür. Das nenne ich einen hohen missionarischen Eifer.
JD: (überlegt lange) Stimmt eigentlich.
Ich: Und sie haben sicherlich auch eine innere Motivation, vielleicht keine christliche, aber sie wollen mit ihrer Mission was erreichen, oder? Menschen aus Marburg für ihre Organisation gewinnen: Aufklären, Spenden und Mitarbeiter gewinnen.
JD: Also so habe ich das noch gar nicht gesehen.
Ich: Ich muss jetzt leider los. Habe auch noch eine Mission auszufüllen....
JD: Gibt mir noch ein Infoblatt und wir verabschieden uns
Mittwoch, Juli 01, 2009
"Vater-Tochter-Dialog 33"
Lilly möchte Mal wieder nicht ins Bett und setzt unlautere Mittel ein.
Vater: Lilly, jetzt ist Schluss.
Tochter: Nein, ich kämpfe noch mit dir.
Vater: Oh, ehrlich, ich hab keine Lust auf Kämpfe....
Tochter: Aber ich, ich hab nämlich noch Waffen im Po...
Vater: Lilly, jetzt ist Schluss.
Tochter: Nein, ich kämpfe noch mit dir.
Vater: Oh, ehrlich, ich hab keine Lust auf Kämpfe....
Tochter: Aber ich, ich hab nämlich noch Waffen im Po...
Samstag, Juni 27, 2009
"Fundamentalismus & Mission!?"
So, dieses Semester ist auch schon fast geschafft. Diese Woche die letzten Klausuren und Seminararbeiten korrigiert und den letzten Unterricht gehalten. Die letzte Stunde war dann auch noch eine der spannendsten, es ging um den Zusammenhang von Fundamentalismus & Mission aus soziologischer Perspektive. Am Beispiel der aktuellen Diskussion um die ermordeten Praktikantinnen im Jemen. Ausgehend vom Artikel des ZDF Moderators Elmar Theveßen und einigen ausgewählten Kommentaren haben wir über Motivation und Definition von Mission und Fundamentalismus diskutiert und überlegt was dies in unserer Gesellschaft heißt. Wie werden die Begriffe unterschiedlich definiert? Was sind inhaltliche Merkmale? Was hat sich verändert in den letzten Jahren, dass Themen wie Mission (was kommst als Nächstes?) öffentlich so kontrovers diskutiert werden? Was haben Christen in der gesellschaftlichen Entwicklung verpasst (nur über Postmoderne reden reicht eben nicht aus)? Es war eine spannende Diskussion, wobei leider 90min Block nicht ausgerecht hat...
Zu einer ähnlichen Thematik ein guter Beitrag von Gofi Müller.
Zu einer ähnlichen Thematik ein guter Beitrag von Gofi Müller.
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Montag, Juni 22, 2009
"Das christliche Arschgeweih"
Freitag, Juni 19, 2009
"Alltagsleben?!"
Diese Woche war irgendwie verrückt, emotional und voll. Mit meinem Kurs am mbs für ein paar Tage auf dem Himmelsfelsen gewesen, emotionale Verabschiedung eines Studierenden der Krebs hat, Teamtag Gesellschaftstransformation, zwischendurch Familie, Korrekturen und Männerabend, morgen Trauung eines Mentees. Intensive und gute Zeiten – für eine Woche, dann kehrt hoffentlich etwas mehr Ruhe ein…
Freitag, Juni 12, 2009
„So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!“

Ich lese gerade Christoph Schlingensiefs „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!“ Das Tagesbuch seiner Krebserkrankung. Ich schätze Schlingensief schon seit vielen Jahren (seit seiner Deutschlandtrilogie), ein bisschen durchgeknallt, aber ungemein kreativ und mutig. Einer der den Mund aufmacht, unvergessen seine Aktion „Chance 2000“ mit der er in den Bundestagswahlkampf zog und mit Arbeitslosen den Wolfgangsee zum überlaufen bringen wollte. Anfang 2008 wurde Lungenkrebs diagnostiziert woran Schlingensief immer noch leidet. Das vergangene Jahr führte er ein bewegendes und ehrliches Tagebuch, was jetzt bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Das Buch ist eine Auseinandersetzung mit sich selbst, mit dem wiederentdeckten Gott und der eigenen Vergangenheit. Zornig, deprimierend und fragend lässt Schlingensief die Fragen des Lebens zu, die man im Alltag regelmäßig verdrängt. Das ist herausfordernd, berührend und manchmal auch erschreckend.
„Gestern Abend habe ich noch gebetet. Das habe ich ewig nicht mehr gemacht. Wobei mir vor allem dieses leise Sprechen, das Flüstern mit den Händen vor dem Gesicht, gutgetan hat, so wie nach dem Empfang der Hostie, wenn man bei sich ist und den eigenen Atem hört und spürt.“ Seite 18
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Freitag, Juni 05, 2009
"Labbadia neuer HSV Coach"
Mittwoch, Juni 03, 2009
"DranStudie19plus"
Wer es noch nicht mitbekommen hat ist herzlich eingeladen mitzumachen: Die dranStude19plus, in der es um die geistliche Heimat von jungen Erwachsenen geht (Teil 2 der Studie, Teil 1 gab es im März). Wenn du als zwischen 19 und 29 Jahren bist, dann mache doch bitte mit! Vielen Dank.
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Donnerstag, Mai 21, 2009
"Ein Mittag in Marburg"
Es war schon alles ein bisschen gespenstisch heute Nachmittag als ich durch die abgesperrte Marburger Innenstadt ging. Hunderte Polizisten säumten den Weg, schwarz gekleidete Demonstranten lagerten am Wegesrand und ein paar Kongressteilnehmer huschten schnell zu ihren Seminaren. Die Stimmung bei den Leuten war irgendwo zwischen Unsicherheit und Unwissenheit, je nach dem, wen man fragte. Letzteres natürlich besonders bei den Polizisten, die mal wieder einen Feiertag opferten um für Sicherheit zu sorgen, was ihnen auch gut gelungen ist. Wie sagte mir einer: „Ich hatte auch geplant mit meiner Familie einen Ausflug zu machen.“ Daraus wurde nichts und so hat er wenigsten was fürs „Volk getan, damit die mittelalterlichen Meinungen gegen Homosexuelle hier in Marburg endlich aufhören.“ Wobei er dann auch nicht wusste wie diese Meinungen genau aussehen. Aber das wissen viele nicht so richtig. Was mich gefreut hat, ist, dass auch viele Teilnehmer nicht so richtig wissen, was da heute so alles abging, aber merkten, dass auch wir als Christen nicht ganz unschuldig daran sind. Ein älterer Mann sagte in meinem Seminar: „Jetzt ernten wir, was wir die letzten 30 Jahre gesät haben.“ Auch etwas einseitig, aber nicht ganz falsch. Und zeigt, dass es Zeit wird über das ganze Thema Christen & Homosexualität neu ins Gespräch zu kommen. Vielleicht nicht gleich jetzt, aber in ein paar Wochen. Vielen Demonstranten ging es übrigens gar nicht mehr um das Thema, sondern sie bekundeten ziemlich offen ihre Antipathie gegen Christen im Allgemeinen und Speziellen. Das fand ich auf der einen Seite schockierend, aber manchmal auch schon wieder so grotesk, dass es fast wieder lustig wurde.
Montag, Mai 18, 2009
"Leben und so"
Heute zwei Bewerbergespräche für das Studienprogramm Gesellschaftstransformation gehabt mit interessanten Projektideen. Mich faszinieren diese Gespräche und Ideen immer wieder neu. Zwischen durch immer wieder korrigiert (und doch nicht so weit gekommen wie geplant), gekocht und den mbs Gottesdienst über „Selbstlosigkeit“ besucht, was mich gleichermaßen provoziert und herausgefordert hat. Morgen geht es nach Wiedenest um dort zwei Tage „Empirische Theologie“ zu unterrichten. Das Leben ist spannend und vielfältig und auch anstrengend und manchmal voller Missverständnisse. Wie sagte heute jemand zu mir als er ins Büro kam und duzende von Büchern auf Boden, Tischen und Stühlen sah: „Wow, liest du viel.“ „Nein“ hab ich gesagt, „es ist nur nicht aufgeräumt...“
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Donnerstag, Mai 14, 2009
"Juli Zeh als Lichtblick"

Die letzten zwei Wochen waren irgendwie vollgestopft mit allem möglichen Arbeiten, Diensten und Familyaffairs, da gab es kaum Zeit zum Luft holen. Gestern war ein toller Mentoringstudientag an der akademie zum Thema Mentoring und Gemeindeaufbau. Das war sehr spannend. Danach sind Christine & ich ins Auto gesprungen und haben uns eine kleine Auszeit gegönnt und sind nach Frankfurt ins Literaturhaus zu einer Lesung mit Juli Zeh gefahren. Es war großartig. Ein bisschen Kultur im Alltagstrott. Denis Scheck (Druckfrisch) hat charmant und witzig moderiert und Juli Zeh hat aus ihrem neuen Buch "Corpus Delicti" gelesen, in dem es um unsere Gesellschaft in knapp 50 Jahren geht, völlig vom Staat kontrolliert und dem Gesundheitswahn vollstens verfallen. Spannende Story (DNA ist doch nicht der endgültige Beweis), gutes Thema (Freiheit) und sprachlich wie immer wuchtig und präzise. Schade war, dass das ganze relativ schnell vorbei war, ich hätte noch eine Weile zuhören...
Donnerstag, April 30, 2009
„Was ist emerging church Part 5: Wie geht es weiter? Versuch eines Ausblicks“
Eine spannende Frage innerhalb der „emergent conversation“ ist, ob es nur um die „Methoden“ geht, oder um eine veränderte Theologie. In den USA hat sich die emerging Bewegung grob in zwei große Bewegungen geteilt, zum einen in den „emerging Flügel“, der davon ausgeht, dass sich die Methoden verändern müssen, da sich die Gesellschaft verändert, um Menschen für Gott zu erreichen, die Theologie hingegen bleibe gleich. Vertreter sind u.a. McManus oder Dan Kimball. Die „emergent“ Vertreter (haben übrigens nichts mit „emergent Deutschland“ zu tun) hingegen sagen, dass sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen auch die jeweilige Theologie verändert, da sie vom jeweiligen Denken (der zeitgeschichtlichen Epoche) abhängig ist. Vertreter sind McLaren oder Doug Pagitt. Beide Flügel sind im Gespräch und versuchen ein konstruktives miteinander zum Wohle des Reiches Gottes zu leben.
Wie sieht die Entwicklung in Deutschland aus?
In Deutschland gibt es diese „Flügel“ so nicht und dies soll auch in Zukunft so bleiben. Die emgernet conversation ist wie am Anfang beschrieben eine sehr heterogene Bewegung und viel zu klein um sich in verschiedene Gruppierungen aufzuteilen. Im Gegenteil, sie sieht sich als Netzwerk, die verschiedene Positionen nebeneinander stehen lassen möchte. Daneben gibt es viele andere neuere Bewegungen, die sich inhaltlich etwas anders positioniert haben wie Kirche21 (Baptisten), novavox (missionale Gemeindegründung), YoungLeaders (Leiterschaftsförderung der Lausanner Bewegung) etc. Alle diese Bewegungen sind über Personen miteinander vernetzt und versuchen in Deutschland das Reich Gottes zu bauen. Dabei soll und darf es auch unterschiedliche Positionen geben, Diskussionen um Theologie und Gemeinde sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht und notwendig, wenn wir das Evangelium im 21. Jahrhundert verkündigen und leben wollen.
Offene Fragen und Kritikpunkte:
In den letzten Jahren gab es einige Kritikpunkte an der emergent conversation, manches sicherlich auch zu Recht, da eine junge Bewegung Fehler macht und sich auch manches Mal über Abgrenzungen definiert. Zum Wachstumsprozess gehört es deshalb dazu, konstruktive Kritik anzunehmen und daraus zu lernen. Manche theologischen Kritikpunkte müssen aber weiter diskutiert werden und es ist wie gesagt nicht das Ziel eine einheitliche Dogmatik zu entwickeln, sondern kultur- und milieuübergreifend Gemeinde zu entwickeln. Einige Diskussionspunkte werden in diesem Buch aufgegriffen. Einige sollen hier genannt werden:
• Autorität der Bibel und die Frage der Hermeneutik (Schriftverständnis)
• Die Frage nach der Ethik
• Die Frage nach der Ekklesiologie (Gemeindeform, Gottesdienstes, Selbstverständnis Gemeinde, Hauskirchen, missionale Gemeinde etc.)
• Die Frage nach der Soteriologie (Die Frage nach dem Heil zum Beispiel in der „neue Paulusperspektive“)
• Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit von Gesellschaft & Bibel: Löst sich die Bibel und der Glaube in der Gesellschaft auf? Die Gefahr ist berechtigt. Man kann immer auf beiden Seiten vom Pferd fallen: Eine Theologie, die nicht auf die Menschen und die gesellschaftlichen Gegebenheiten eingeht, hat ihr Ziel verfehlt. Eine Theologie, die sich in den Menschen und den gesellschaftlichen Gegebenheiten auflöst, ist kraft- und nutzlos.
Wie sieht die Entwicklung in Deutschland aus?
In Deutschland gibt es diese „Flügel“ so nicht und dies soll auch in Zukunft so bleiben. Die emgernet conversation ist wie am Anfang beschrieben eine sehr heterogene Bewegung und viel zu klein um sich in verschiedene Gruppierungen aufzuteilen. Im Gegenteil, sie sieht sich als Netzwerk, die verschiedene Positionen nebeneinander stehen lassen möchte. Daneben gibt es viele andere neuere Bewegungen, die sich inhaltlich etwas anders positioniert haben wie Kirche21 (Baptisten), novavox (missionale Gemeindegründung), YoungLeaders (Leiterschaftsförderung der Lausanner Bewegung) etc. Alle diese Bewegungen sind über Personen miteinander vernetzt und versuchen in Deutschland das Reich Gottes zu bauen. Dabei soll und darf es auch unterschiedliche Positionen geben, Diskussionen um Theologie und Gemeinde sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht und notwendig, wenn wir das Evangelium im 21. Jahrhundert verkündigen und leben wollen.
Offene Fragen und Kritikpunkte:
In den letzten Jahren gab es einige Kritikpunkte an der emergent conversation, manches sicherlich auch zu Recht, da eine junge Bewegung Fehler macht und sich auch manches Mal über Abgrenzungen definiert. Zum Wachstumsprozess gehört es deshalb dazu, konstruktive Kritik anzunehmen und daraus zu lernen. Manche theologischen Kritikpunkte müssen aber weiter diskutiert werden und es ist wie gesagt nicht das Ziel eine einheitliche Dogmatik zu entwickeln, sondern kultur- und milieuübergreifend Gemeinde zu entwickeln. Einige Diskussionspunkte werden in diesem Buch aufgegriffen. Einige sollen hier genannt werden:
• Autorität der Bibel und die Frage der Hermeneutik (Schriftverständnis)
• Die Frage nach der Ethik
• Die Frage nach der Ekklesiologie (Gemeindeform, Gottesdienstes, Selbstverständnis Gemeinde, Hauskirchen, missionale Gemeinde etc.)
• Die Frage nach der Soteriologie (Die Frage nach dem Heil zum Beispiel in der „neue Paulusperspektive“)
• Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit von Gesellschaft & Bibel: Löst sich die Bibel und der Glaube in der Gesellschaft auf? Die Gefahr ist berechtigt. Man kann immer auf beiden Seiten vom Pferd fallen: Eine Theologie, die nicht auf die Menschen und die gesellschaftlichen Gegebenheiten eingeht, hat ihr Ziel verfehlt. Eine Theologie, die sich in den Menschen und den gesellschaftlichen Gegebenheiten auflöst, ist kraft- und nutzlos.
Donnerstag, April 23, 2009
"Würdest du bei Ikea einkaufen?"

Gestern ist mein bzw. unser neues Buch rausgekommen. Es ist nicht wie manche vermuten der Nachfolger für „Würde Jesus bei Ikea einkaufen“, sondern ein Aktivbuch für Gruppen. Mit ein paar Kollegen und Studierenden haben wir versucht "Jesus bei Ikea" umzusetzen und die Ergebnisse für Gruppen didaktisch aufzuarbeiten. Perfekt für Kleingruppen, Hauskreise, Zweierschaften und alle, die ihren Glauben im Alltag umsetzen wollen. Ganzheitlich glauben ist möglich....
Sonntag, April 19, 2009
"Viel Faix"
So die unterrichtsfreien Tage sind heute zu Ende gegangen. Ein bisschen den „Korrekturhaufen“ verkleinert und viel mit der Familie unternommen. Heute Morgen noch zwei Mal im CT gepredigt und heute Nachmittag bei dem schönen Wetter mit den Kids im Kino gewesen. Sehr schön. Morgen geht es auf die GBFE Klausurtage und schon hat einen der Alltag wieder.
An alle Werder Fans: Zieht euch warm an den in den zwei Wochen: Der HSV kommt!
An alle Werder Fans: Zieht euch warm an den in den zwei Wochen: Der HSV kommt!
Dienstag, April 14, 2009
„Jesus, Jürgen & Brian“

Da hat die taz mal wieder die Provokationskeule ausgepackt und Karfreitag mit der katalanischen Demütigung des FC Bayern München gekoppelt. Auch wenn es „nur“ um eine Nachstellung des Monty-Python-Films „Das Leben des Brian“ geht, verletzt die taz hier massiv persönliche und religiöse Gefühle. Nicht, dass ich Mitleid hätte mit den Bayernfans, wir wollen ja auch nicht übertreiben, aber alles hat seine Grenzen. Ob es wirklich die „schlimmste Entgleisung der deutschen Mediengeschichte“ ist, wie der Pressesprecher der Münchener Bayern sagte, bleibt mal dahingestellt, eine geschmackliche und ethische Entgleisung ist es auf alle Fälle. Selbst bei viel Humor bleibt einem der Geschmack der reinen und gezielten Provokation im Halse stecken und auch Jürgen Klinsmann hat dies nicht verdient. Selbst nicht nach einer 4:0 Niederlage in Barcelona. Wenn wir aber schon im religiösen Bereich sind, dann gibt es ja vielleicht so gar doch ein Fußballwunder, denn Glaube ist ja bekanntlich die Hoffnung, die man nicht sehen kann und die doch eintritt und dann wird es heute Abend ein 5:0 Sieg geben und morgen in der taz eine Auferstehungskarikatur des Jürgen Klinsmann...
Freitag, April 10, 2009
„Das Kreuz – Das Ende der Gewalt!?“
Obama möchte eine Welt ohne Atomwaffen und es ist ein guter Wunsch, doch bisher leider nur ein Wunsch. Aber er passt zum heutigen Tag. Karfreitag. Wir Gedenken den Kreuzestod Jesu, der vielerlei Bedeutungen hat und ein zentraler Tag der Christenheit weltweit ist. Der französische Religionsphilosoph René Girard weist zurecht darauf hin, dass eine Bedeutung des Kreuzestod Jesu im Christentum nicht die Beachtung findet, die ihr eigentlich gehört: Das Kreuz als Ausweg der immerwährenden Gewalt der Menschheit. Girard beschreibt dies in der „mimetische Theorie“ und beschreibt in seinen Büchern die zentrale menschliche (Sehn)Sucht: Das Begehren (10. Gebot). Hier, so Girard, liegt der Ursprung aller Gewalt, aller Volker. Diese Gewaltspirale des Begehrens muss gestoppt werden, was aber das große Problem ist. Der Kreuzestod Jesu ist hier die Lösung. Der gewaltsame Tod Jesu macht ihm zum „unschuldigen Sündenbock“ und stoppt die Spirale. Die Kraft des Begehrens kann nun umgewandelt werden in die Kraft der Nachfolge, des Nachahmens. Die Konsequenz ist ebenso einfach wie herausfordernd: Die Nachfolger Christi durchbrechen durch die Anerkennung des letztes Opfers die Spirale und sind Botschafter des Friedens. Sie haben den Auftrag die Gewalt zu überwinden, da die soziale Gerechtigkeit keine Erfindung der Aufklärung, sondern der jüdisch-christlichen Offenbarung. So kommt Girard zum Schluss seiner Studien auf den Punkt, dass die gewaltlose Gesellschaft auf die Verkündigung Jesu zurückgeht und sich im Reich Gottes zeigt. Das fordert mich zutiefst heraus und ich merke, dass ich viele meiner „Alibisündenböcke“ ans Kreuz bringen muss, damit ich nachfolgen kann...
Dienstag, April 07, 2009
"Das Imperium schlägt zurück!"
Vor einiger Zeit hat die Theologische Fachhochschule der Baptisten in Elstal mit "Aggro Elstal" den "battle" unter den theologischen Ausbildungsstätten bei Youtube eröffnet:
Jetzt schlägt das MBS mit "3 Gizzles feat. B.Boy MK - a²+b²=g²" zurück! Noch Fragen?
Jetzt schlägt das MBS mit "3 Gizzles feat. B.Boy MK - a²+b²=g²" zurück! Noch Fragen?
Montag, April 06, 2009
„Alltagsrevue“
So, heute ist der erste unterrichtsfreie Tag und es ist an der Zeit Mal wieder etwas durchzuschnaufen. Die letzten Wochen waren schön, aber auch etwas anstrengend. Dafür sind „ZeitGeist 2“ und „Die Welt verändern“ fertig geworden, zwei Bücher an denen ich mitgewirkt habe, die im Herbst erscheinen werden. Zwischendurch habe ich mit Heinz Janzen ein WillowJugendPodcast zum Thema „Jugendarbeit in der Postmoderne“ aufgenommen. Langweilig wird es in den nächsten Tagen bestimmt nicht, dafür sorgen u.a. noch 120 Klausuren, Textrezensionen, Examenspredigten etc, die darauf warten, dass sie endlich korrigiert werden. Das wollen aber meine Töchter verhindern, „Pantomime“ ist gerade bei Faixens angesagt oder eher gesagt „SpeedPantomime“: Aimée & Lilly spielen die Begriffe abwechselnd und die Eltern dürfen raten...
Ach ja, meine Frau hat mich zu Facebook „verführt“, mal sehen, ob ich damit glücklich werden, da ich ja schon etwas älter bin, wie ich langsam feststellen muss. Letzten war ich bei Crosschanel zum Interviewtermin, auf meine Nachfrage, was denn das Thema sein, bekam ich die Antwort, dass wir einfach die verschiedenen Situationen meines Lebens durchgehen. Ach so. Ja, dann...
P.S. Interessantes Interview mit Moltmann im aktuellen Chrismon
Ach ja, meine Frau hat mich zu Facebook „verführt“, mal sehen, ob ich damit glücklich werden, da ich ja schon etwas älter bin, wie ich langsam feststellen muss. Letzten war ich bei Crosschanel zum Interviewtermin, auf meine Nachfrage, was denn das Thema sein, bekam ich die Antwort, dass wir einfach die verschiedenen Situationen meines Lebens durchgehen. Ach so. Ja, dann...
P.S. Interessantes Interview mit Moltmann im aktuellen Chrismon
Donnerstag, April 02, 2009
Montag, März 30, 2009
"Warum Moral?"
Ich habe letzte Woche über das Thema gepredigt: „Warum Moral?“ und ich muss sagen, dass mich das Thema vorher und nachher doch ganz schönbeschäftigt. Auf der einen Seite hat Moral gerade Hochkonjunktur und die halbe Welt zerreißt sich die Mäuler über Managerbonuszahlungen und selbst der Bundespräsident forderte in seiner Berliner Rede: „Der Markt braucht Regeln und Moral." Und alle fanden es gut! Aber wie sagte der gute alte Schopenhauer schon: „Es ist leicht über Moral zu predigen und schwer sie zu begründen.“ Und noch schwerer sie zu leben. Das Interessante ist ja, dass mir die unmoralischen Verhaltensweisen immer bei allen anderen zuerst auffallen. Bei der Predigt war das auch so, ob die Bonizahlungen der Manager unmoralisch seien, bejahrten fast alle. Auf die Frage, ob es unmoralisch sei, bei H&M einzukaufen meldete kaum jemand. Dabei ist das eine berechtigte (moralische) Frage. Genau genommen geht es um das "House of Sunshine" in Bangladesch, welches seit langem für den Modekonzern H&M Kleider produziert. In der Fabrik arbeiten rund 1.700 Menschen, meist Frauen, 6 Tage die Woche, 12 Stunden pro Tag, für 40 Dollar im Monat! Das reicht für ein Leben in den Slums, ohne Perspektive. Jetzt gibt es verschiedene Klagen gegen den Konzern. Plötzlich ist der eigene Geldbeutel wieder so nah wie dem Manager seine Bonizahlungen…
Samstag, März 21, 2009
"Zeit Sonderausgabe"
In 90 deutschen Städten wurde heute eine Sonderausgabe der "Zeit" verteilt (Auflage 150 000). Allerdings war es nicht die original "Zeit", sondern eine Fälschung, die so echt war, dass es viele, ja sogar der Verlag erst nach einer Weile merkte. Attac hat verschiedene bekannte Autoren und Wissenschaftler gebeten einen Blick in die Zukunft zu werfen, so ist die Ausgabe datiert auf den 1. Mai 2010. Viele interessante Themen und Artikel, viel Diskussionsstoff! Mehr hier.
P.S. Das Beste sind die Werbungen!
P.S. Das Beste sind die Werbungen!
Freitag, März 20, 2009
„Mit Teenagern arbeiten für Einsteiger“

Vor ein paar Tagen kam ein neues kleines Büchlein von Kathrin Hohage und mir heraus, in dem wir einen Kurzüberblick über die Arbeit mit Teenagern im Kontext der Gemeinde geben. Meine langjährigen Erfahrungen und der frische Blick von Kathrin geben dem Buch einen gewissen Reiz. Sicher nichts für „alte Hasen“, sondern für 4,90€ ein Überblick über die wichtigsten Themen für Leute die man für die Arbeit mit Teens gewinnen möchte oder die am Anfang stehen.
Mehr Infos hier.
Montag, März 16, 2009
"Was Uli Hoeneß & Theo Lehmann gemeinsam haben"
Beides sind in ihrer Branche „Klassiker“, die viel erreicht und große Verdienste haben. Beide sind in einem Alter wo sie ans aufhören denken (sollten) und beide hauen gerne hier und da ein paar große Sprüche raus. Damit wollen sie provozieren und das gelingt ihnen auch immer wieder bestens. Ich jedenfalls hab mal wieder über beide den Kopf geschüttelt, aber so ist mit alternden Charakterköpfen, mal weckt ihr anecken auf, manchmal tut es einfach nur weh:
Uli Hoeneß zu seinem 2 Euro Soli von jedermann für die Bundesliga: „Zwei Euro ist doch nicht die Welt, wenn man dafür live Fußball im Free TV bekommt. Zwei Euro ist eine halbe Schachtel Zigaretten oder ein halbes Bier in der Kneipe. Und ich interessiere mich auch nicht für jeden Schmarrn im Fernsehen und muss 18 Euro Gebühren zahlen.“
Theo Lehmann zum Massaker in Winnenden: „Bekehrte schießen nicht!“
Uli Hoeneß zu seinem 2 Euro Soli von jedermann für die Bundesliga: „Zwei Euro ist doch nicht die Welt, wenn man dafür live Fußball im Free TV bekommt. Zwei Euro ist eine halbe Schachtel Zigaretten oder ein halbes Bier in der Kneipe. Und ich interessiere mich auch nicht für jeden Schmarrn im Fernsehen und muss 18 Euro Gebühren zahlen.“
Theo Lehmann zum Massaker in Winnenden: „Bekehrte schießen nicht!“
Samstag, März 14, 2009
"Was uns die Finanzkrise lehrt"
Mein ganzes Leben habe ich von Politikern alle Länder und Parteien gehört, dass Ungerechtigkeiten dieser Welt wie Armut, Wassermangel, Hunger, Bildung etc. nicht zu lösen sind, es wäre einfach zu teuer für die westlichen Staaten, nicht zu finanzieren. Natürlich ist es auch schwierig überhaupt eine realistische Summe dafür zu berechnen und was Ökonome und verschiedene Hilfswerke ausgerechnet haben ist schwerlich zu beweisen, ob es richtig ist oder gereicht hätte und wie es überhaupt strukturell umgesetzt werden könne. Aber was man definitiv sagen kann ist, dass diese Summe bei weitem unter dem was ist die Bankenkrise zurzeit an Geld verbrennt. Es ist schon erstaunlich wie schnell Milliarden in Banken, Betriebe und Bürgschaften gesteckt werden, wenn es um den eigenen Wohlstand geht und wie schwer es uns fällt, den Wohlstand mit denen zu teilen, denen es wesentlich schlechter geht als uns. Was bleibt ist ein moralisches Scheitern der westlichen Welt und Politik. Wie viele Tamtam wurde um diverse „Gipfel“ gemacht um festzustellen dass die selbst gesteckten Ziele nicht eingehalten werden können. Die selbstbetrügerischen Lügen sind entlarvt und wir stehen da und vor einem milliardenschweren Schuldenberg und was noch viel schlimmer ist, vor einem moralischen Bankrott. Und was lernen wir? ....
Mittwoch, März 11, 2009
"Vorträge des Studientages Gesellschaftstranformation online"
Die zwei Hauptvorträge und ein Seminar des "2. Marburger Studientages Gesellschaftstransformation" sind jetzt online, dies gilt sowohl für die mp3s als auch für die Powerpointpräsentationen.
Die Themen waren:
Vortrag 1: „Die Gemeinde als Ort heilsamer Erfahrungen - Die heilende Dimension des Glaubens in der Gemeinde entdecken und leben“ Dr. Beate Jakob
Vortrag 2: „Das Land heilen. Ganzheitlich als Gemeinde leben. Theologische und praktische Perspektiven aus missionswissenschaftlicher Sicht.“ Prof Johannes Reimer
Seminar: "Umbau oder (doch besser) Neubau?" Wie eine Gemeinde gesellschaftsrelevant wird. Überlegungen aus den Sendschreiben der Offenbarung (und darüber hinaus).
Dr. Volker Brecht
Alles gibt es hier!
Die Themen waren:
Vortrag 1: „Die Gemeinde als Ort heilsamer Erfahrungen - Die heilende Dimension des Glaubens in der Gemeinde entdecken und leben“ Dr. Beate Jakob
Vortrag 2: „Das Land heilen. Ganzheitlich als Gemeinde leben. Theologische und praktische Perspektiven aus missionswissenschaftlicher Sicht.“ Prof Johannes Reimer
Seminar: "Umbau oder (doch besser) Neubau?" Wie eine Gemeinde gesellschaftsrelevant wird. Überlegungen aus den Sendschreiben der Offenbarung (und darüber hinaus).
Dr. Volker Brecht
Alles gibt es hier!
Montag, März 09, 2009
"Was ist emerging church? Part 4: Eine soziologische Perspektive"

Das Interessante an Soziologen ist, dass sie in erster Linie gesellschaftliche Veränderungen auf verschiedenen Ebenen beobachten, dazu suchen sie eine kritische Distanz. Diese Beobachtungen werden erst Mal wahrgenommen und nicht gleich gewertet oder bewertet. Wenn man die „emergente Bewegung“ in Deutschland beobachtet, dann stellt man fest, dass sie sich vor allem in bestimmten Milieus und Altersstrukturen abbildet. Nach den Sinus Milieus würde man die emerging Bewegung ursprünglich von den Experimentalisten ausgehend einordnen und von dort entwickelt sie sich, wie bei vielen neuen Bewegungen, langsam nach links in die Bürgerliche Mitte hinein. Wenn man die U27 Studie zur Hilfe nimmt (siehe Grafiken), dann kann man gut erkennen, dass sich die Milieus in den Altersstrukturen von Jugendlichen (14-19 Jahren und 20-27 Jahren) noch deutlich verschieben. Danach bleiben sie relativ stabil. Der Hintergrund ist einleuchtend, Milieus sind nicht starr nach sozialer Lage eingeteilt, sondern beschreiben die Lebenswelten von Menschen mit ihren Wertvorstellungen, Vorlieben und Interessen. Diese verschieben sich in jungen Jahren noch deutlich. Hier sind Menschen, entwicklungsbedingt, viel stärker von gesellschaftlichen (der Makro Ebene) Einflüssen prägbar. Werte der Herkunftsfamilie werden oftmals abgelehnt und eigene Lebensweisen gesucht. So ist es nicht verwunderlich, dass die Etablierten, Traditionellen und Konservativen Milieus kaum eine Rolle spielen. Neues wird gesucht und als anziehend erlebt. Dies gilt auch für den Glauben oder den „Traum von einer Kirche“. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass viele junge Erwachsene im Milieu der Experimentalisten eine hohe Affinität zum Religiösen haben und auf der Suche nach Spiritualität sind. Die emergent Bewegung spricht deshalb junge Erwachsene in besonderem Maße aus diesem Milieu an. Aus diesen Anfängen hat sich die deutsche Bewegung aber in die anliegenden Milieus (postmaterielle, bürgerliche und hedonistische) ausgebreitet. Besonders im klassisch bürgerlichen Milieu stößt sie natürlich auf Skepsis, da sie klassische „bürgerliche Werte“ für den Gemeindebau in Frage stellt, wie den Ablauf des Gottesdienstes, traditionelle Evangelisationsmethoden oder Gemeindeleitungsstrukturen. Aber aus der bürgerlichen Mitte wird auch viel Hoffnung in die emerging Bewegung gesetzt. Durch die Sehnsucht nach einem authentischen und gesellschaftsrelevanten Christsein öffnen sich viele den Gedanken und Überlegungen und beginnen neu zu überlegen, was ihr Glaube und ihre Gemeinde für eine Relevanz im Alltag hat.
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Sonntag, März 01, 2009
"Vater-Tochter-Dialog 32"
Lilly will mal wieder nicht ins Bett gehen, nach der üblichen Prozedur mit Durst, Toilette, Was wichtiges sagen etc. ist meine Geduld schon reichlich strapaziert und es ergibt sich folgender Dialog:
Vater: Lilly, wenn du jetzt nicht ins Bett gehst, dann verzichtest du morgen aufs Fernsehen!
Lilly: Was ist verzichten?
Vater: Du schaust morgen kein Fernsehen!
Lilly: Nein, ich will aber Jim Knopf sehen...
Vater: Dann benimm dich jetzt!
Lilly: Das ist Erpressung!
Vater: Nein, das ist Erziehung!
Lilly: Gar nicht. Das ist Erpressung und ganz gemein!
Vater: ...
Vater: Lilly, wenn du jetzt nicht ins Bett gehst, dann verzichtest du morgen aufs Fernsehen!
Lilly: Was ist verzichten?
Vater: Du schaust morgen kein Fernsehen!
Lilly: Nein, ich will aber Jim Knopf sehen...
Vater: Dann benimm dich jetzt!
Lilly: Das ist Erpressung!
Vater: Nein, das ist Erziehung!
Lilly: Gar nicht. Das ist Erpressung und ganz gemein!
Vater: ...
Freitag, Februar 27, 2009
"Wachstum im Glauben - online"
Letzten Freitag hatten wir einen hervorragenden Studientag mit Prof. Dr. Siegfried Zimmer zum Thema "Wachstum im Glauben". Es war äußerst spannend dun herausfordernd und wir sind immer noch fleißig am diskutieren, ob der vielen Thesen die einen gesunden geistlichen Wachstum ausmachen.
Die vier Vorträge gibt es hier zum downloaden:
Vortrag 1: Faszination und Heiligkeit - Grunderfahrung des Lebens
Vortrag 2: Faszination und Abenteuer - Daseinsinteresse als Grundlage gelingenden Lebens
Vortrag 3: Daseinsgewissheit und Daseinsgestaltung
Vortrag 4: Merkmale eines gesunden Glaubens: Rettungsspiritualität
und Schöpfungsspiritualität
Die vier Vorträge gibt es hier zum downloaden:
Vortrag 1: Faszination und Heiligkeit - Grunderfahrung des Lebens
Vortrag 2: Faszination und Abenteuer - Daseinsinteresse als Grundlage gelingenden Lebens
Vortrag 3: Daseinsgewissheit und Daseinsgestaltung
Vortrag 4: Merkmale eines gesunden Glaubens: Rettungsspiritualität
und Schöpfungsspiritualität
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Studientag
Montag, Februar 23, 2009
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