Sonntag, März 18, 2012

„Spiritualität von Jugendlichen - die Studie“


 

„Ich bin gerne evangelisch, da es eine Konfession der Freiheit ist, in der sich Yin und Yang das Gleichgewicht halten.“ Janina, 15 Jahre

Gestern war es so weit, nach zwei Jahren des Forschen, Analysierens und Interpretierens haben wir, als Institut empirica, unserem Auftraggeber (das Amt für Jugendarbeit der Ev. Kirche von Westfalen) unseren Ergebnisbericht überreicht. 362 Seiten plus Anhang voll mit Ergebnissen. Im Gegensatz zu bisherigen Studien zu diesem Thema wurde nicht mit von den Forschenden festgelegten Begriffen gearbeitet, sondern es von Anfang an wurden die Jugendlichen in ihrer eigenen Sprache und in ihren subjektiven Glaubensvorstellungen ernst genommen. Deshalb begann die Studie im Feld mit einem qualitativen Teil, in dem die Jugendlichen ihre Vorstellungen und Einstellungen beschreiben konnten. Da die befragten Jugendlichen aus unterschiedlichen Milieus kamen, wurden auch unterschiedliche Methoden angewendet. Daher haben wir mit Symbolen und Collagen sowie Einzel- und Gruppeninterviews gearbeitet, so dass ein niederschwelliger Zugang zum Thema für die Jugendlichen möglich war. Erst nachdem dieser Teil der Forschung abgeschlossen und ausgewertet war, wurde mit den Ergebnissen eine quantitative Studie entwickelt um damit Jugendlichen aus dem gesamten Einzugsgebiet der Kirche von Westfalen zu befragen.
Ich denke, dass das Amt für Jugendarbeit die Ergebnisse in den nächsten Wochen zur Veröffentlichung bereitstellen wird, es lohnt sich einen oder zwei Blicke hineinzuwerfen. Ein Dank geht an die vielen Mitarbeitenden von empirica, die weit über das Geforderte sich eingesetzt haben, so dass diese Studie möglich war.

Mittwoch, März 14, 2012

"Deutschland sucht den Superchristen"





Da der player nicht bei allen geht, hier noch mal ein Link zur Lesung!


 Gelesen von Annette Leu, aus "Würde Jesus bei Ikea einkaufen?"

Samstag, März 10, 2012

"Die Welt verstehen - Kontextanalyse als Sehhilfe für die Gemeinde"


Pünktlich zum letzten Studientag GT ist das Buch "Die Welt verstehen - Kontextanalyse als Sehhilfe für die Gemeinde" erschienen. Das Buch ist von Johannes Reimer und mir herausgegeben und ist ein Praxisbuch für die Arbeit von Kirchen und Gemeinden. Wir haben versucht, dass was wir in den letzten Jahren in unserem Studienprogramm Gesellschaftstransformation gelehrt, geforscht und angewendet haben, in Buchform zu bringen. Dabei haben viele Leute mit geholfen, die einzelnen Sehhilfen und Praxistools zu entwickeln und sie in der Praxis anzuwenden und zu testen. Deshalb ist ein echtes Praxisbuch entstanden, das beschreibt, wie Kirchen und Gemeinden ihren Ort wieder neu entdecken können. Aus der Beschreibung: 
Wer in der heutigen Zeit Gemeinde leben möchte, muss die Lebenswelt der Menschen verstehen. Nur wer die Hoffnungen, Ängste und Bedürfnisse der Menschen ernst nimmt, kann „Salz und Licht“ sein. Doch in einer globalisierten und sich ständig verändernden Welt sind vielen Kirchen und Gemeinden die Menschen des eigenen Ortes fremd geworden. Das Buch „Die Welt verstehen“ möchte Gemeinden und Kirchen helfen den Blick nach außen zu wenden, um ihren gesellschaftsrelevanten Auftrag neu zu entdecken. Die Methode der Kontextanalyse hilft diesen Auftrag neu wahrzunehmen und umzusetzen und ist daher eine wertvolle und praktische Sehhilfe für die Gemeinde. Mit der Analyse des eigenen Potenzials beginnt eine spannende Reise von Milieukarten über Aktionsforschungen bis zu geistlichen Stadtteilbegehungen. Dabei werden viele praktische Anregungen und Hilfestellungen gegeben, die es ermöglichen, den eigenen Stadtteil Schritt für Schritt besser kennenzulernen. Die Autorinnen und Autoren zeigen anhand vieler Beispiele, wie dies in die eigene Praxis umgesetzt werden kann und bieten eine Menge Tools und Kopiervorlagen für die eigene Umsetzung.
Ich wünsche dem Buch natürlich viel Erfolg, weil ich glaube, dass es unsere Aufgabe als Christen ist nah bei Gott und nah an den Menschen zu sein. Das Buch ist übrigens vierfarbig und äußerst schön graphisch gestaltet, so dass es ein echter Genuss ist mit dem diesem Buch zu arbeiten. Hier das Inhaltsverzeichnis und die Einleitung eine Leseprobe!

Samstag, März 03, 2012

"Dieser Mann darf nicht sterben!"


Youcef Nadarkhani braucht unsere Solidarität! Der iranische Pastor soll wegen seinem Glauben hingerichtet werden. Nach dem sich schon viele Politiker für ihn eingesetzt haben und über 34 000 Leute die Petition gegen seine Hinrichtung unterschrieben haben, hat sich nun auch unser Außenminister via Zeit dazu geäußert:
Youcef Nadarkhani soll sterben, weil er einem »falschen Glauben« anhängt. Was in unserer Gesellschaft unvorstellbar erscheint, ist im Iran des Jahres 2012 traurige Realität. Menschen müssen um ihr Leben fürchten, wenn sie vom Islam zum Christentum konvertieren.
Youcef Nadarkhani wird die Ausübung der Religionsfreiheit vorgeworfen. Dabei ist diese nicht nur völkerrechtlich verbrieft, sondern auch Teil der iranischen Verfassung. Sie ist damit für die staatlichen Organe des Irans bindendes Recht.

Hier der Originalartikel!
Mahnwachen gibt es hier: Frankfurt (6.3.2012), München (9.3.2012), Karlsruhe (9.3.2012)Onlinepetition unterschreibenaktuelle Informationen gibt es über igfm

Sonntag, Februar 19, 2012

„Ist unser Evangelium kraftlos geworden? Rückblick auf den 5. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation“








Gestern fand der 5. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation statt und wir freuten uns über viele Referentinnen und Referenten, die dazu beitrugen, dass es ein beeindruckender Tag wurde. Unser internationaler Gast war Vinay Samuel aus Indien, einer der Begründer (gemeinsam mit Rene Padilla, Ron Sider, David Bosch etc.) der weltweiten Transformationsbewegung und Gründer des „Oxford Center of Mission“. Es war ein großes Vergnügen, Vinay Samuel zu hören, ihn zu erleben und von ihm zu lernen. Ein großer Mann Gottes. Er forderte uns am Vormittag heraus, indem er unbequeme Fragen stellte: Wo haben wir in unseren Gemeinden eine „eigene Religion“ gebastelt, die bequem ist und alle unsere geistlichen Bedürfnisse zu befriedigen scheint, aber kraftlos geworden ist? Vinay Samuel nannte zwei wesentliche Punkte, die aufzeigen, dass das Evangelium kraftvoll ist, verändernd wirkt, nicht nur beschreibend und tatsächlich Auswirkungen auf unser Leben hat. Dies sind zum Einen Gastfreundschaft und zum Anderen der Einsatz für Gerechtigkeit auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Gastfreundschaft ist dabei weit mehr als jemanden zum Essen einladen, dies ist sicher ein guter Anfang, sondern zeigt Gottes offene Arme auf Erden. Wir gehen auf Menschen unterschiedlicher Kulturen, Herkunft und Milieus mit offenen Armen zu, laden sie ein, an unserem Leben teilzunehmen und zeigen ihnen so, wer Gott ist. Samuel setzte dies selbst in die Praxis um, als er mit seiner Familie die sichere Existenz verließ und mit ihnen gemeinsam in ein Slum in Indien zog. Das war sehr eindrücklich und fordert mich heraus zu fragen, wie ich meinen Glauben lebe und welche Kraft ich dem Evangelium überhaupt zutraue.
Im zweiten Teil des Tages ging es um die Frage, wie dies praktisch im Kontext unserer Gemeinden in Deutschland umgesetzt werden kann. Dies wurde anhand von zwölf unterschiedlichen Praxisseminaren umgesetzt, von der Frage, wie wir das vorhandene Potenzial unserer Gemeinden erkennen können, über milieuübergreifender Kommunikation des Evangeliums bis zu praktischen Anwendungsmöglichkeiten wie teilnehmender Beobachtung oder Stadtteilbegehung. Am Ende des Tages sprach Prof. Dr. Johannes Reimer über die  Anwendung der Kontextanalyse und den Gewinn, den die Gemeinde dabei hat sowie die Auswirkungen auf das Umfeld. Daneben waren verschiedene Aussteller (Micha Initative, Compassion, DGD, Jumpers, OJC, MBS etc) vertreten, es gab eine Posterausstellung von 15 Praxisprojekten des Studienprogramms. Die besten Poster wurden von einer Jury prämiert; der 1. Preis ging an Judith Ziegenthaler. Glückwunsch! Den ganzen Tag über nahm der Maler Sodoo Dashdendev die Impressionen in einem beeindruckenden Bild auf, das am Ende versteigert wurde.
Insgesamt ein toller Tag und ich freue mich schon auf den 6. Studientag Gesellschaftstransformation...

Die Hauptvorträge gibt es als Download bei KreativWerk.

Fotos by Judith Ziegenthaler.

Montag, Februar 13, 2012

"Development Studies & Transformation"



Vor über zwei Jahre hat mich die Universität von Südafrika bzw. Professoren des Departments Development Studies eingeladen um mit Ihnen zu überlegen wie ein gemeinsames interdisziplinäre gestaltetes Studienprogramm aussehen kann. Jetzt steht unser gemeinsamer Entwurf und er heißt: "Development Studies & Transformation". Er vereint die inhaltliche Kompetenz der Südafrikaner, die über eine jahrzehntelange Kompetenz in nachhaltiger Entwicklungsarbeit besitzen und unseren Transformationsansatz, welcher interdisziplinär eine transformatorische Theologie beisteuert. Das Studium geht drei Jahre und ist berufsbegleitend, umfasst die Bereiche Entwicklungspolitik mit Schwerpunkt ‚Community Development‘ (Gemeinwesenarbeit) und Ansätzen aus Sozialwissenschaften und Theologie und geht über zehn Module (in zwei Jahren) plus einer Masterarbeit im dritten Jahr. Zentrale Studieninhalte sind unter anderem:
  • Der Zusammenhang zwischen Entwicklungstheorien, Theologie und Weltanschauungen
  • Verfahren und Instrumente des Projektmanagements 
  • Einblick in verschiedene Entwicklungsbereiche und Interventionsmöglichkeiten (ländliche Entwicklung, medizinische Arbeit, Bildung, Selbsthilfegruppen und Kleinkreditprogramme, usw.)
  • Partizipation und Förderung lokaler Kapazitäten für nachhaltige Entwicklung
  • Akteure der Entwicklungszusammenarbeit
  • Aktuelle Entwicklungsansätze und globale Herausforderungen (MDGs, Globalisierung, Klimaveränderung, Gender, Menschenhandel, usw.)
  • Die Umsetzung christlicher Werte in Entwicklungsprojekten 
Im Studium wird besonderen Wert auf die Partizipation der Zielgruppen, die Nutzung lokaler Ressourcen und die Zusammenarbeit mit heterogenen Partnern gelegt.Ein internationales Dozententeam unterrichtet udn unterstützt das Studienprogramm.

 


Freitag, Februar 10, 2012

"Neue Bücher braucht das Land...."



Diese Woche kam das neue Francke Magazin Theologie mit dem Schwerpunktthema Gesellschaftstransformation heraus. Es gibt zum einen Einblick in unsere Projekte ("Suchet des Dorfes Bestes", Gemeindeentwicklung auf dem Dorf), Forschungsarbeiten ("Wozu seid ihr Christen eigentlich gut" - ein Interview mit Roland Baumann, der in seiner Arztpraxis in Parchim eine Gemeinde gründet) und berichtet über die Neuerscheinungen in diesem Frühjahr (mit Vorabdrucken von "Die Welt verstehen" und "Die verändernde Kraft des Evangeliums"). Außerdem gibt es zwei spannende Interviews mit Rene Padilla (aus Argentinien) und Johannes Reimer zum Thema "Multikultureller Gemeindebau". Dazu gibt es Rezensionen der aktuellen Bücher von NT Wright, David Bosch und Alan Roxburgh! Viel Spaß beim Lesen!

Dienstag, Februar 07, 2012

„In was für einer Welt leben wir? Ein Gastbeitrag von Daniel Monninger“



Es ist eine Welt, in der eine alte Frau in einem Fernsehstudio sitzt und redet. Für Menschen wie sie, nein, nur für sie scheint der Begriff „Persönlichkeit“ erfunden und aufbewahrt worden zu sein, damals, als er vielleicht noch etwas bedeutete. Für einen Augenblick, der Ewigkeit ist, gibt es nur sie und mich. Eine alte Frau in einem Fernsehstudio, die redet und einen jungen Bengel vor der Glotze, der übermannt wird von Ehrfurcht und Schmerz und Wut und Trauer und Scham.
Die alte Frau ist Anita Lasker-Wallfisch. Man sagt, sie sei eine Auschwitz-Überlebende und man tut so, als wüsste man, was das bedeutet. So, als wäre damit alles gesagt. Dann redet Anita Lasker-Wallfisch und was man zu wissen glaubt, beschämt plötzlich. Nicht weil sie verurteilt oder auch nur mahnt. Weil sie es nicht tut. Weil ihre Augen lebendig sind und neugierig. Weil sie von ihrer Naivität erzählt und dabei weiser wirkt und gelassener und zufriedener als unser Gedenken es ihr gestatten will. Diese alte Frau ist kein Opfer.
Anita Lasker-Wallfisch kennt Auschwitz und sie kennt das Leben. Vielleicht ist es dieses Paradox, was berückt und bedrückt, aber wahrscheinlich ist das nicht, weil in diesem Augenblick, der Ewigkeit ist, etwas aufscheint, für das nicht einfach nur Worte fehlen, sondern an dem sich Worte verwunden können und Erklärungen tödlich verletzen.
In diesem Augenblick, der Ewigkeit ist, scheitern Kategorien und Erklärungen, es scheitert überhaupt der Verstand. Es drängen sich eintausend Eindrücke auf, die mehr Empfindung sind als Gedanke und die mehr sind als die Frage, zu der sie führen:
In was für einer Welt leben wir?
Es ist eine Welt, die das Erinnern verwaltet. Es ist eine Welt, in der es wichtiger ist angemessen zu sein als betroffen. Angemessen empört und beschämt, angemessen schuldbewusst und ja, auch angemessen betroffen. Doch all dies geht nur unangemessen und echt oder gar nicht. Es ist eine Welt, deren Verlogenheit zum Himmel schreit, deren Menschen man für einen Augenblick, der Ewigkeit ist, hassen muss, eine Welt, deren Kälte sich am schauerlichsten in Gefühligkeit äußert.
Es ist eine Welt, in der Anita Lasker-Wallfisch in einem Fernsehstudio sitzt und redet und Günther Jauch so tut, als wollte er erfassen, was er da fragt. Es ist eine Welt, in der Günther Jauch eine Sendung moderiert, die „Auschwitz“ im Untertitel hat und die „Die letzten Zeitzeugen“ heißt und in der Marcel Reif sitzt. Und noch ein paar andere angemessene Gäste.
Und der Augenblick, der Ewigkeit ist, ist vorüber und die Welt der gefühligen Kälte und der verlogenen Angemessenheit hat Anita Lasker-Wallfisch, die alles ist, aber kein Opfer, auf dem Altar der Unterhaltung geopfert.
Aber es ist eben doch auch eine Welt, in der eine alte Frau in einem Fernsehstudio sitzt und redet und die Welt für einen Augenblick, der Ewigkeit ist, vergessen machen kann.

Samstag, Februar 04, 2012

„Die peinliche Posse um Bonhoeffer“




Heute wäre der 105. Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer. Ich lese zurzeit die neue Biographie Bonhoeffer: „Pastor, Agent, Märtyrer und Prophet“ von Metaxas, welches bisher gut zu lesen ist, weil a) Metaxas nach guter amerikanischer Tradition journalistisch gut schreibt und b) Prof. Mayer es geschichtlich gut in den deutschen Rahmen gesetzt hat (das Buch ist toll aufgemacht). Auffallend ist nach den ersten hundert Seiten, dass es relativ „untheologisch“ ist. Bonhoeffers Auseinandersetzung mit der liberalen Theologie oder seine Sympathie für Bultmann fehlen komplett (vielleicht kommt das noch). Warum dies wahrscheinlich kein Zufall ist, wurde schon bei seinem ersten Besuch zur Buchpremiere im September in Berlin klar, als er vollmundig behauptete, dass Bonhoeffer ein Evangelikaler sei. Letzte Woche beim Willow Creek Kongress in Stuttgart trat Metaxas wieder auf und erzählte stolz, dass er Bonhoeffer den „Liberalen“ entrissen habe und ihn wieder zum „Evangelikalen“ gemacht hat. Es ist Schade, dass der Mensch Bonhoeffer für solche „Spielchen“ missbraucht wird. Gerade Bonhoeffer, der sich nie einordnen ließ, weder in die Kategorien damals, noch in die heute, hat es verdient mit mehr Respekt behandelt zu werden. Die Posse mit Metaxas ist ein gutes Beispiel wie Geschichte ins eigene Weltbild interpretiert wird. Wahrscheinlich passiert das ständig, aber selten war es so unangenehm wie in den Interviews von Metaxas.
Natürlich werden jetzt einige sagen, na und? Hauptsache Bonhoeffer wird wieder gelesen. Ja, dem stimme ich sogar zu, und man sollte damit anfangen Bonhoeffer wieder im Original zu lesen...



Mittwoch, Februar 01, 2012

"Inno2012: Bilder & Berichte"







Hier noch ein paar Bilder, die Timm Ziegenthaler gemacht hat. Einige gute Berichte über Inno haben Motoki und Rolf geschrieben. Lesenswert.

Sonntag, Januar 29, 2012

„Inno und die Frage, wie wir leben sollen“


Impressionen von Inno2012 - Innovationen für die Kirche von heute from Jesus.de-Redaktion on Vimeo.



Eine volle Woche liegt hinter mir und vor allem Inno2012 hat sehr viel Spaß gemacht. Zum ersten Mal gab es Inno und ca 400 Leute sind gekommen und haben sich auch am neuen Präsentationskonzept beteiligt. Der Gedanke, dass alle sich beteiligen können und kein Redebeitrag auf der Hauptbühne länger als zehn Minuten geht hat grundsätzlich ganz gut funktioniert, wobei man sich erst noch daran gewöhnen muss, dass die vertiefenden Gespräche in den Foren und der Facetime stattfinden. Herausragend war die Vielfalt von freikirchlichen, kirchlichen und entkirchlichten, ganz jungen und schon verdienten Teilnehmern und ganz unterschiedlichen Frömmigkeitsstilen. Das macht Hoffnung.  Die Integration von Kunst und Künstler als wichtiger Bestandteil der Inno ist suboptimal gelungen. Toll war, dass einige Künstlerinnen und Künstler gekommen sind und tolle Bilder, Totos und Skulpturen ausgestellt haben. Sehr faszinierend. Vielen Dank! Aber die Idee mit der Künstlermeile ging nicht so richtig auf, besser wäre es gewesen die Kunst in die Gesamtausstellung zu integrieren. Inhaltlich gibt es viel Grund zur Hoffnung, viele tolle und innovative Projekte haben sich präsentiert. Inhaltlich gab es vor allem zwei große Themenbereiche, zum eine die Frage, wie Christsein und Gemeinde eine gesellschaftsverantwortliche Rolle für den eigenen Ort spielen kann und zum anderen die Frage, wie wir als Christen ethisch Leben können. Dabei gab es viele unterschiedliche Positionen und Meinungen, von einer klaren Gesetzesethik bis zum Plädoyer einer bedingungslosen Liebe, die keine Bedingungen stellen darf. Aber es gab auch Stimmen, dass die Frage der Ethik überbewertet wird, wie es ein Satz von der Bühne ausdrückte: „Ethik ist nur eine Fußnote des Glaubens.“ Da würde ich widersprechen und ich sehe, dass dies eine der dringendsten Fragen ist, denen wir uns stellen müssen. Insgesamt war Inno2012 eine gelungene Veranstaltung, die unbedingt wiederholt werden sollte...

Filmimpressionen by Rolf Krüger

Freitag, Januar 27, 2012

„Holocaust-Gedenktag“


Heute gedenken wir in Deutschland an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 und Marcel-Reich-Ranicki hat aus diesem Grund im Bundestag gesprochen. Eine sehr beeindruckende Rede des 91jährigen.
Hier gibt es sie in schriftlicher Form oder hier als Video. Dass wir zuhören sollten, zeigt die erschreckende Erkenntnis des neuen Expertenberichts zum Antisemitismus, nach dem hierzulande etwa 20 Prozent der Bevölkerung latent antisemitisch sind. Aber auch Facebookgruppen wie „Christen in der NPD“ sind so unglaublich, dass ich es gar nicht glauben kann...

Mittwoch, Januar 18, 2012

„Vinay Samuel in Marburg“



Er gibt immer mal wieder Menschen von denen man schon viel gelesen und gehört haben und die einen faszinieren, ohne, dass man sie je persönlich kennen gelernt hat. Rev. Dr. Vinay Samuel gehört bei mir zu diesen Menschen. Seine Veröffentlichungen haben mir in den letzten Jahren viele Impulse geben. Jetzt freue ich mich, dass er als Hauptreferent zu unserem 5. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation kommt.
Vinay Samuel wurde in Indien geboren und lebt und lehrt heute in Indien und England. Als Executive Director und Mitgründer des Oxford Centre for Religion and Public Lifeund Autor zahlreicher Bücher (aktuell: "Faith and Modernity") und Artikel zum Thema Mission, Transformation und Gemeinde gehört er zu den führenden Transformationsexperten weltweit. Vinay Samuel betreut Transformationsprojekte mit besonderen Schwerpunkten in Afrika (Sudan, Nigeria) und Asien (Indien). Im Sudan arbeitet er vor allem im Bereich der medizinischen Hilfe. Ein Projekt versucht 60 000 internationale Ärzte als Unterstützer für die medizinische Hilfe im Sudan zu organisieren. In seinem Heimatland Indien vermittelt Samuel in einem zunehmend schwierigeren Thema: der Umgang der verschiedenen Religionen miteinander. Christen werden auch in Indien immer wieder verfolgt und Samuel setzt sich für sie und für Religionsfreiheit ein. Daneben gibt es einige Transformationsprojekte, in denen vor allem Menschen in Armut geholfen werden soll, stärker an Gesellschaft zu partizipieren.
Ich denke, dass ich viel lernen kann und freue mich, ihn persönlich kennen zu lernen.

Samstag, Januar 14, 2012

„Gemeinde als Ort der Ermutigung“



Ende des letzten Jahres hatte ich das Vorrecht ein Interview mit der  Lüdenscheider Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg für das Buch „Die verändernde Kraft des Evangeliums“ zu machen. In dem Interview (Einsatz mit Gebet und kräftigem Kaffee) ging es vor allem darum wie wir unser Christsein und unser Gemeindeleben gestalten. Das Gespräch hat mich sehr beeindruckt, weil es für sie ganz selbstverständlich sind, dass sich zum Gottesdienst alle möglichen Menschen aus ihrem Stadtteil treffen, egal ob jung oder alt, arm oder reich, mit Behinderung oder ohne. Alle helfen zusammen, singen, hören auf Gott und essen miteinander. Essen, so sagte sie immer wieder ist dabei ganz wichtig! Ich habe in den letzten Wochen immer wieder Menschen getroffen die von (ihrer) Gemeinde enttäuscht wurden, warum auch immer, Monika Deitenbeck-Gosebergmacht nicht nur Mut zu Gemeinde, sondern sieht Gemeinde als den Ort der Ermutigung für die Menschen um uns herum.

„Ich würde immer sagen, die Gemeinde ist die Hoffnung für die Welt und darin sollten wir sie als einen natürlichen, offenen, herzlichen Ort gestalten. Tut euer Herz auf und macht eure Augen auf. Und guckt, wer was braucht. Ermutigt die Menschen, bringt sie mit. Die Ermutigungsbotschaft muss gesagt werden und durchkommen. Sie wird immer in menschlicher Verpackung sein. Natürlich haben wir es nicht immer leicht miteinander und wir reiben uns aneinander. Das ist alles schwierig. Und trotzdem ist vieles bei uns gewachsen. Man braucht Geduld. Deshalb möchte ich Gemeinden ermutigen, sich auf den Weg zu machen, sich von unserem Herrn auf dem Weg leiten zu lassen und zu gucken, was er ihnen aufs Herz legt. Die Augen offen halten, denn dann führt eins zum andern. Ich glaube, dass jede Gemeinde ihren ganz eigenen Weg hat.“

Dienstag, Januar 10, 2012

"Aufbruch in Deutschland?"




Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, wie auch immer wir diesen bezeichnen wollen, dies gilt für alle Bereiche unseres Lebens, die Arbeitswelt, die Familie, die Freizeit und auch für den Glauben und die Kirche. Die dunkle Wolke der angekündigten Säkularisierung ist nicht wie erwartet aufgezogen, sondern wir leben in einer Zeit in der sich viele Menschen nach Spiritualität sehnen. Aber die Sehnsucht spiegelt sich nicht wieder in unseren Kirchen und Gemeinden. Warum ist dies so? Warum kommen die Menschen oft nicht auf die Idee ihre Fragen, Hoffnungen und Sehnsüchte in den traditionellen Gemeinden und Kirchen los zu werden? Vielleicht braucht es neue Wege und neue Antworten. Und es gibt erstaunlich viele Bewegungen, Projekte, Gemeinschaften und Gemeinden die sich genau diesen Fragen widmen und dabei die Unterschiedlichsten Erfahrungen machen. Viele dieser Versuche treffen sich am 24./25. Januar in Stuttgart um darüber auszutauschen. Vertreterinnen und Vertreter aus traditionellen Gemeinden und Institutionen, neue Bewegungen, Projekte, Gemeindegründungen und Initiativen, sie wollen sich an diesen Tagen zum einen vernetzen und austauschen und zum anderen inhaltliche Fragen diskutieren. Dafür wurde ein ganz neues Format geschaffen: Inno2012. Kein klassischer Kongress, keine reine Ausstellung, sondern ein partizipatorisches Vernetzen, in dem jeder inhaltlich beitragen darf und soll. Es gibt verschiedene Impulsreferate und Diskussionsformen und jede Menge Raum für Fragen und Antworten. Ich freue mich sehr auf diese tolle Möglichkeit und habe die Hoffnung, dass gerade die Vielfalt eine Ermutigung ist nicht nur auf sich selbst zu schauen, sondern gemeinsam dem Reich Gottes zu dienen. Dazu gehören auch verschiedene Ausdrucksformen, so wird es beispielsweise eine Künstlermeile geben auf der bekannte und unbekannte Künstlerinnen und Künstler ihre Werke ausstellen werden.
Die Plattform für das Ganze stellt freundlicherweise willow Deutschland zur Verfügung, die inhaltliche Planung lag an den vielen Vertreterinnen und Vertretern, wie es wird, liegt an uns allen.


Mit dabei sind unter anderem: Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD), Berlinprojekt, blu:boks Berlin, churchconvention, City Church Ulm, City Church Würzburg, Die Fabrik CVJM, Dreisam3, EMK „Turnaround“, Emergent, Emotion, FeG-Rebland, GBFE, GMPC/ Aussendungshaus, Gellertkirche Basel, Greifbar Greifswald, ICF-Karlsruhe, Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung, IGW, Junge Kirche Berlin, Kirche im Aufbruch, Kirche im Prisma, Kraftwerk, Mosaik im Revier, nebenan, NetworkXXL & Network Junge Gemeinde, New Generation, Novavox, projekt_X, Soul Devotion, Studienprogramm Gesellschaftstransformation, Wunderwerke e.V.


Programmablauf gibt es hier, eine Anmeldung ist hier möglich.

Dienstag, Januar 03, 2012

„Vater-Tochter-Dialoge: Das Buch“





Das Jahr fängt gut an, denn ab heute gibt es das erste Buchgemeinschaftsprojekt zwischen meinen Töchtern und mir. Grundlage bilden die hier auf diesem Blog veröffentlichten „Vater-Tochter-Dialoge“, dazu gibt es noch ein paar neue Dialoge, Kommentare und witzige Karikaturen von Sven Gerhard. Aimée, Lilly & ich sind mächtig stolz und freuen uns sehr, dass es so schön geworden ist. Der Francke Verlag hat sich nicht lumpen lassen und das Ganze ist in Hardcover erschienen und sehr fein aufgemacht, so dass das Lesen richtig Spaß macht.

Mehr Infos, Stimmen & Bestellmöglichkeiten gibt es hier.



Samstag, Dezember 31, 2011

"Jahreswechsel 2011/2012: Schwachheit & Hoffnung"



Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein tolles, ereignisreiches und gesegnetes Jahr 2012. Die diesjährige Jahreslosung aus 2. Kor 12,9 „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ ist für mich Ermutigung und Ermahnung gleichermaßen. Ermutigung sicherlich in dem Maß, dass die Kraft Gottes auch in der subjektiv empfundenen oder auch objektiver Schwachheiten des Lebens mächtig wirkt, weit über die eigene Vorstellung hinaus. Aber ich glaube, und dies ist die Ermahnung, dass sich viele Gemeinden in Deutschland selbst schwächen, in dem sie die „Schwachen“ nicht in ihre Gemeinschaft aufnehmen. Dietrich Bonhoeffer hat es mal auf den Punkt gebracht als er gesagt hat: „Jede christliche Gemeinschaft muss wissen, dass nicht nur die Schwachen die Starken brauchen, sondern dass auch die Starken nicht ohne die Schwachen sein können. Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft.“ Ein hartes Wort, welches aber an Wahrheit gewinnt, wenn ich die Jahreslosung nicht nur individuell deute, sondern im Kontext der weltweiten Christenheit, dann muss ich feststellen, dass wir als „westliches Christentum“ zu den Schwachen geworden sind. Zu sehr haben wir uns in den letzten Jahrzehnten auf uns selbst konzentriert, uns in theologischen Richtsungsdebatten verzettelt und (teilweise) unsere missionarische und prophetische Kraft verloren.
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ ist deshalb für mich ein Vers, ein Motto für 2012 was voller Hoffnung steckt. In dieser Hoffnung möchte ich ins neue Jahr gehen, deshalb habe ich den „Header“ des Blogs auch darauf ausgerichtet. Das Bild stammt aus der Reformationskirche in Berlin/Moabit. Dort läuft ein hoffungsvolles Projekt unseres Studienprogramms Gesellschaftstransformation in dieser Kirche. Eine Gemeinschaft von über 20 Leuten erweckt diese alte Kirche zu neuem Leben. Herausforderung & Hoffnung gehen manchmal Hand in Hand. Hier die Projektbeschreibung...

Motiv: Aquarell "Triumphkreuz" von Angelika Litzkendorf

Dienstag, Dezember 27, 2011

"Maria und Josef im Ghetto des Geldes"

Nach dem ich das Weihnachtsfest auch dieses Jahr im Kreise der Familie mit allem was dazu gehört genießen durfte, bleibt die Frage, ob ich in den mittlerweile vielstimmigen Chor der Konsumkritik einstimme oder mich tatsächlich anders verhalte. Auch wenn ich nicht zu den "Supereichen" in Deutschland gehöre, gibt es viel zum Teilen. In der Zeit gibt es diese Woche eine etwas andere Weihnachtsgeschichte, fast aus der Nachbarschaft im "Speckgürtel" des Taunus. Die Schauspielerin Viola Heeß und der Zeitredakteur Henning Sußebach haben sich – als obdachloses Paar verkleidet – kurz vor Weihnachten auf den Weg gemacht. Ihr Geschichte ist entlarvend und erschütternd und gerade deshalb so notwendig. Sie könnte sich wahrscheinlich auch ohne Charity und Whisky-Dinner bei uns in der Nachbarschaft abspielen und ich weiß nicht, ob das Ergebnis besser wäre...

Hier die ganze Geschichte zum Nachlesen.

Ach, es lohnt sich in die Kommentare rein zu schauen, wir scheinen die Diskussion zum Thema "arm und reich" tatsächlich zu brauchen...

Samstag, Dezember 24, 2011

„Weihnachten 2011“




Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und grüße euch mit dem Vers aus Lukas 2,14 (den Aimée ausgesucht hat):

Groß ist von jetzt an Gottes Herrlichkeit im Himmel, denn sein Friede ist herabgekommen auf die Erde zu den Menschen, die er erwählt hat und liebt!

Was für eine Zusage, was für ein Evangelium! Ich wünsche mir, dass ich diesen Frieden lebe und erlebe und weiter trage, damit die Herrlichkeit zwischen Himmel und Erde weiter zunehme! In diesem Sinne: Friedvolle Weihnachten!


Bild c by SueSchi

Dienstag, Dezember 20, 2011

"Neumer & Ort: Heilung. Eine Kurzgeschichte"



Die Theaterpädagogin Annette Leu hat die Kurzgeschichte "Neumer & Ort: Heilung" neu eingelesen und interpretiert. Technik: Tobias Roth.

Vielen Dank, bin wirklich beeindruckt.

Die Kurzgeschichte ist aus dem Buch Buch "Würde Jesus bei Ikea einkaufen" (Neufeld Verlag)

Sonntag, Dezember 18, 2011

„5. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation“




Unter dem Thema "Die Welt verstehen - das Evangelium leben" findet am 18. Februar 2012 in Marburg der „5. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation“ statt. In den letzten Monaten wurden in vielen christlichen Gemeinden und Werken Aussagen wie diese diskutiert:

„Die gute Nachricht vom Reich Gottes ist nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für ein ganzes Dorf oder einen ganzen Stadtteil von entscheidender Bedeutung.“
„Es reicht nicht, das Evangelium nur zu verkündigen, es muss in Wort und Tat gelebt werden.“

In Aussagen wie diesen drückt sich die Bewusstseinsbildung hin zu einem ganzheitlichen Missionsverständnis aus, die in den letzten Jahren in vielen Gemeinden stattgefunden hat. Vielen Gemeinden fällt es jedoch sehr schwer, diese grundsätzlichen Einsichten vor Ort umzusetzen. Unter dem Motto „Die Welt verstehen – das Evangelium leben“ und mit der Methodik der Kontextanalyse versuchen wir mit diesem Studientag, konkrete Anschauungsbeispiele, Handwerkszeuge und Anwendungsmaterialien zur Verfügung zu stellen. So wollen wir Gemeinden dabei helfen, ihren lokalen Kontext zu verstehen und in diesem das Evangelium zu leben.

Wie schon in den letzten Jahren (N.T. Wright, Alan Roxburgh etc.) ist es uns auch dieses Mal gelungen zwei Topreferenten einzuladen.
Rev. Dr. Vinay Samuel (Oxford Centre of Mission) wurde in Indien geboren und lebt und lehrt heute vor allem in Indien und England. Er gehört zu den führenden Transformationsexperten weltweit, er ist Executive Director of The Oxford Centre for Religion and Public Life und Autor zahlreicher Bücher (aktuell: „Faith and Modernity“) und Artikel zu den Themen Mission, Transformation und Gemeinde.
Prof. Dr. Johannes Reimer ist Professor für Missionswissenschaft an der Universität von Südafrika und lehrt am Theologischen Seminar Ewersbach und innerhalb des Studienprogramms Gesellschaftstransformation. Neben seiner Lehrtätigkeit berät Johannes Reimer Gemeinden in Veränderungsprozessen hin zu gesellschaftstransfromatorischen Gemeinden und wendet dort die Kontextanalyse regelmäßig erfolgreich an.

Dazu gibt es:
11 Praxisseminare mit praktischen Umsetzungs- und Vertiefungsübungen
15 transformatorischen Praxisprojekten aus ganz Deutschland
Ausstellung von gesellschaftstransformatorischen Werken und Initiativen
2 Buchpremieren: „Die Welt verstehen“ und „Die verändernde Kraft des Evangeliums

Dazu gibt es viele Begegnungen und Inspirationen...

Noch mehr Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier!

Wer Flyer und/oder Plakate braucht kann sich gerne bei mir melden.

Montag, Dezember 12, 2011

"Himmel & Hölle, jetzt noch mal Rob Bell persönlich"

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Es gab letzte Woche doch eine größere Diskussion zum Thema "Himmel & Hölle" als ich dachte. Aber es waren viele gute und weiterbringende Gedanken dabei. Vielen Dank an alle! Ich finde es gut, auch wenn es kontrovers ist, so lange man den Respekt vor dem Anderen nicht verliert. Das Thema wird mich weiter beschäftigen und ich werde dazu sicher noch mal was bloggen. Zuerst soll aber noch Mal Rob Bell zu Wort kommen, ein freund hat mir dieses Interview geschickt und es ist deshalb interessant, weil es fast eine Stunde geht und auch dort wild diskutiert wird. Neben allen Argumenten, ist es interessant zu sehen, wie man einander nicht verstehen kann...

Samstag, Dezember 10, 2011

„Biller aus Berlin & Žižek in der Zeit“

Ein untrügliches Zeichen für eine volle Woche ist, wenn die neue „Zeit“ im Briefkasten ist und die alte noch nicht gelesen wurde. So diese Woche, aber es lohnt sich nachzuholen, da in der Zeit vergangener Woche ein paar sehr spannende Artikel zu lesen sind.
Zum einen freut es mich, dass einer meiner Lieblingsschriftsteller, Maxim Biller, eine eigene Kolumne (Über den Linden) bekommen hat. Hier die Erste! Zum anderen gab es ein sehr lesenswertes und witziges „Portrait“ von Slavoj Žižek. Dazu noch ein etwas älteres Interview mit ihm. Wenn wir schon bei Kapitalismuskritik sind, dann noch der Hinweis auf die sehr lesenswerte Reihe zum Thema. Passend wird das Ganze abgeschlossen mit einer wunderbaren Kolumne von Martenstein zum Thema „Kritik an den Kapitalismuskritikern“.

Ach, noch ein schönes Zitat von Žižek: »Natürlich, ich bin alles andere als ein Postmodernist.« Er glaube an die objektive und an die subjektive Wahrheit. Lächelnder Philosoph: »Um es noch schlimmer zu machen: Ich glaube an die universelle Wahrheit. Beispiel: Man soll nicht sagen: ›Der Kapitalist hat seine Wahrheit, der Kommunist hat seine Wahrheit, lass uns den Kompromiss suchen.‹ Nein! Die Wahrheit liegt niemals in der Mitte, sondern immer klar auf einer Seite.«

Dienstag, Dezember 06, 2011

"Himmel & Hölle"

Gestern war ich eingeladen zum Thema „Himmel & Hölle“ zu sprechen. Ein weites und wichtiges Thema, was an diesem Tag vor allem vor Hintergrund der „Bell Diskussion“ und seinem Buch „Love wins“ verstanden werden sollte. So gab es, wie erwartet, eine anregende Diskussion, die aber bei weitem nicht die Schärfe unserer amerikanischen Geschwister hatte, wie das folgende Zitat zeigt:
„Wir haben die nicht nur die Pflicht, Rob Bells Irrtümer herauszustellen, zu widerlegen und außer Gefecht zu setzen, sondern auch die Leute unter seinem Einfluss zu drängen, so schnell und so weit wie möglich von ihm wegzurennen, damit sie sich nicht in der ewigen Hölle wiederfinden, die er leugnet. Es ist nicht damit getan, untätig herumzusitzen, während jemand, der die Gefahr der Hölle leugnet, in Mengen Söhne der Hölle hervorbringt."
John MacArthur in einem offenen Brief, April 2011

Für die Meinung von Rob Bell spricht ganz gut das folgende Zitat:
„Eine Geschichte zu erzählen, in der Milliarden Menschen für immer irgendwo im Universum in einem schwarzen Loch endloser Qual und Pein ausweglos gefangen sind, ist keine besonders gute Geschichte. Eine Geschichte zu erzählen über einen Gott, der mitleidlos und unnachgiebig Strafen über Menschen verhängt, weil sie in dem kurzen Zeitfenster, das Leben genannt wird, nicht die richtigen Dinge getan oder gesagt oder geglaubt haben, ist keine besonders gute Geschichte. Umgekehrt: Dass alle Gottes gute Welt gemeinsam genießen, ohne Erniedrigung, ohne Scham, dass Gerechtigkeit siegt und alles Unrecht richtig gestellt wird, ist andererseits eine bessere Geschichte. Sie ist größer, liebevoller, umfassender … als jede andere Geschichte über den letztgültigen Verlauf, den die Welt nehmen wird. Man kann sicher Einwände gegen diese Geschichte haben. Aber man muss zugeben, dass sie passend und angemessen ist und dass es christlich ist, sich zu wünschen, dass sie wahr ist, und zu erwägen, ob sie möglich sein könnte.“

Was mir bei der Vorbereitung wieder neu bewusst wurde, ist, dass es in der Kirchengeschichte von Anfang an über dieses Thema Uneinigkeit gab und dass sich dies wie ein roter Faden durchzog. Deshalb sollte uns die heutige Diskussion nicht überraschen, egal ob klassische Höllenlehre, Fegefeuer, Allversöhnung, Annihilationismus oder diversen Mischformen. Und vielleicht ist das auch gar nicht so schlimm. Nachdenken sollte man darüber trotzdem und in guter Art und Weise streiten auch. Dazu ein passend ein Zitat von Jürgen Moltmann:

„Die Logik der Hölle scheint mir nicht nur inhuman, sondern extrem atheistisch zu sein: hier der Mensch in seiner freien Entscheidung für Hölle oder Himmel – dort Gott als der Ausführende, der diesen Willen vollstreckt. Gott wird zum Diener des Menschen degradiert. Wenn ich mich für die Hölle entscheide, muss Gott mich dort hinstecken, obwohl es nicht sein Wille ist. Drückt sich so die Liebe Gottes aus? Und wo bleibt die Allmacht Gottes? Menschen würden selbst ihrem Schicksal überlassen, sie brauchen Gott eigentlich nicht, denn nur der Mensch bestimmt, was passiert.“
Theologie der Hoffnung

Wie schrieb Richard Rohr so passend:
"Wenn Gott Richter ist, dann sind Sie und ich es nicht.
Wenn Gott Richter ist, dann ist es die menschliche Kultur nicht.
Wenn Gott Richter ist, dann sind es die Kirchen nicht.“

Mittwoch, November 30, 2011

"Emergent Forum 2011: Ein kurzer Rückblick"






Am Wochenende waren Christine & ich auf dem Emergent Forum in Berlin. Das Thema war "WeltKulturErbe" und es war eine tolle und spannende Zeit, was zum einen an den vielen kreativen Leuten und zum Anderen an dem spannenden Thema lag. Der Freitagabend begann mit einem leckeren Essen, Livemusik, Infos fürs Wochenende und Zeit für Begegnung. Am Samstag gab es drei Impulsreferate zu den Themenbereiche "Welt", "Kultur" und "Erbe", die sehr herausfordernd waren und meine Sichtweise gegenüber unserem kulturellen Erbe geschärft haben. Interessant war auch, dass die drei Referate nicht nur unterschiedliche Themenbereiche bearbeiteten, sondern auch theologisch unterschiedliche Akzente setzen. Am Nachmittag gab es Workshops, die Initiativen stellten sich vor, es gab eine virtuelle Stadtführung und abends gab es Pecha Kucha und eine „Pixelreise“ mit „mredit & udosson“. Am Sonntagmorgen wurde mit der gastgebenden Gemeinde gemeinsam Gottesdienst gefeiert und mit einem sehr schönen Abendmahl abgeschlossen (Danke Walter!). Haso beendete das Forum, in dem er das Wochenende gekonnt zusammenfasste und uns auch eine Ermahnung mit auf den Weg gab: „Die kulturelle Frage kann elitär machen, die soziale Frage macht solidarisch!“ Gute Worte, die gelebt werden wollen und eine Verknüpfung von Schönheit und Gerechtigkeit fordern. Insgesamt ein gelungenes Forum, das Lust auf mehr macht....

Zwei Anmerkungen noch, zum einen wurde der Kaffee von Coffeecirle geliefert und aufgebrüht einem tollen und unterstützenswerten Projekt und zum Anderen wird es einige Beiträge des Forums in den nächsten Tagen auf der Homepage geben.

Dienstag, November 22, 2011

"Die Leugnung der Auferstehung"

Vor einiger Zeit habe ich das neue Buch von Peter Rollins angefangen zu lesen. Es ist durchaus anregend und wird in der internationalen blogwelt schon heftig diskutiert, wie beispielsweise hier. Aber auch in Deutschland schreibt Peter und Daniel darüber. Bei letzterem habe ich ein interessantes Zitat von Rollins gelesen, was gar nicht im Buch vorkommt, mich aber seit ein paar Tagen nicht beschäftigt:

Man fragte mich einmal ob ich die Auferstehung leugne. Ich antwortete: Selbstverständlich. Jeder der mich kennt weiß, dass ich die Auferstehung leugne. Jedes Mal wenn ich meinem Nächsten nicht helfe, jedes Mal wenn ich an Menschen vorüber gehe die arm sind, verleugne ich die Auferstehung. Jedes Mal wenn ich an einem ungerechten System teilnehme, verleugne ich die Auferstehung.
Und ich bestätige die Auferstehung. Ab und zu bestätige ich die Auferstehung, wenn ich mich für diejenigen einsetze die am Boden sind. Ich bestätige die Auferstehung wenn ich für die Menschen spreche deren Zungen gelähmt sind, wenn ich für die Menschen weine die keine Tränen mehr haben. Das ist es, was wir zu tun versuchen.

Donnerstag, November 17, 2011

"Wie Steueroasen mit der Finanzkrise, Armut in der Welt und unserem Lebensstil zusammenhängen"



Im Rahmen unserer Studienwoche Gesellschaftstransformation hatten wir heute Markus Meinzer als Gastdozenten vom tax justice network zu Gast. Das Tax Justice Network setzt sich für Transparenz auf den internationalen Finanzmärkten ein und lehnt Geheimhaltungspraktiken ab. Zuerst referierte Markus Meinzer über den Sinn von Steuern und der daraus entstehenden Gerechtigkeit. Dabei zeigte er auf, dass vor allem die Steuereinnahmen aus Kapitel in den letzten Jahren drastisch gesunken sind. Die eigentlich gute Idee von Steuern wird in Deutschland zunehmend ausgehöhlt in dem die Durchlässigkeit des Kapitals in Steueroasen gefördert wird. Das Problem der Steueroasen (ein besseres Wort ist Schattenfinanzzentren) ist nicht, dass dort niedrige Steuern sind, sondern, dass die dortigen Finanzgebärden keinerlei Transparenz bieten.
Der alle zwei Jahre von TJN erstellte Schattenfinanzindex führt erstaunlicherweise im Jahr 2011 Deutschland auf Platz 9 (auf dem ersten Platz steht wie erwartet die Schweiz).
Nach TJN-Schätzung werden 11,5 Billionen US$ an Privatvermögen in Offshore-Zentren geparkt, dies bedeutet 255 Mrd. US$ Steuerverluste (Vgl: Hilfszahlungen der gesamten OECD-Staaten an Entwicklungshilfe beträgt 100 Mrd. pro Jahr). Gerade die illegalen Kapitalströme sind ein großes Problem, wie bspw. aus Entwicklungsländern. Für jeden US$ an öffentlicher Hilfe, der nach Afrika hineinfließt, verlassen Afrika unter dem Tisch 10 US$ illegal (ca. 5% Bestechung; 35% kriminelle Gelder – Drogen, Waffen, Kinder; 60% Preismanipulationen im Außenhandel). Gerade die Preismanipulationen im konzerninternen Handel stellen ein riesiges Problem dar. (OECD 2002: ca. 60%; Gesamtvolumen Welthandel 2010: 16 Billionen USD, WTO 2010).
Daneben ging es um die aktuelle Wirtschaftskrise und es gab eine theologische Einordnung zum Thema Besitz und Geld und die Gefahr der Gier und Verführung durch den Überfluss in reichen Gesellschaften.
Sehr herausfordernd.

Den Vortrag und die PP dazu gibt es in den nächsten Tagen auf der HP vom Studienprogramm Gesellschaftstransformation

Sonntag, November 13, 2011

„Religionsfreiheit & Verfolgung“

Heute ist der „Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen“ und glaubt man den Statistiken, so ist dies auch bitter nötig, da es noch niemals so viele verfolgte und bedrängte Christinnen und Christen auf der Welt gab, wie heute. Deshalb ist war es gut heute im Gottesdienst davon zu hören, informiert zu werden und sich Zeit für das Gebt zu nehmen. Aber es neben dem Gebet gilt es auch das „Gute zu tun“ und dies ist manchmal gar nicht so einfach, zum einen, weil die Informationen nicht eindeutig sind, wie zum Beispiel im „arabischen Frühling“, der auf der einen Seite ein Wunder ist, Freiheit und Demokratie bringen könnte, aber vielleicht sind ausgerechnet die Christen die Verlierer, wie die Zeit letztens berichtete. Zur Zeit besucht „Blogger Andrew“ Ägypten und berichtet von der dortigen Situation, sehr lesenswert. Zum anderen liegt das Problem auch auf der persönlichen Ebene, denn es ist schon fast zynisch, wenn ich gegen die Christenverfolgung bete, aber von den „Ergebnissen“ in Form von günstigen Waren profitiere. Politisch aktiv sein, ist eine andere Möglichkeit die heute mit einfachen Mittel anzuwenden ist, zum Beispiel, dass man eine ">Petition unterschreibt, was hier möglich ist. Aktuelle Informationen zum Thema Religionsfreiheit und Christenverfolgung gibt es regelmäßig vom International Institute for Religious Freedom. Allerdings sollte uns dieser Tag auch daran erinnern, dass Religionsfreiheit nicht nur für Christen, sondern für alle Religionen gelten muss, in Deutschland und in jedem anderen Land.

Donnerstag, November 10, 2011

"Gesellschaftsrelevanter Gemeindeaufbau in ländlichen Gebieten"

Durch die weltweite Urbanisierung hat sich in den letzten Jahres vieles auf die Veränderung von "Stadtgemeinden" konzentriert, was auch sehr gut ist. Leider sind die traditionellen Dorfgemeinden etwas vergessen worden. Deshalb veranstalten wir zu dem Thema "Gesellschaftsrelevanter Gemeindeaufbau in Kleinstädten und ländlichen Gebieten" am Samstag, 26. November 2011 in Herrenberg einen tollen regionalen Studientag. Mit dabei sein werden: Prof. Johannes Reimer, Reinhold Krebs, Dr. Volker Brecht, Dekan Ralf Albrecht, Klaus Schönberg und Studenten des Studienprogramms GT. Neben den beiden Hauptvorträgen ("Die Gesellschaft – Was geschieht, wenn die Gesellschaft sich verändert und die Gemeinde bleibt wie sie ist?" und "Das Gebiet – Wie baut man Gemeinde in einem Kontext, wo jeder jeden kennt und sich positioniert hat?") gibt es sehr interessante Seminare:

1. Transformation – Wie geschieht Veränderung in einer traditionell verwurzelten Gemeinde?
Prof. Dr. Johannes Reimer, Bergneustadt und Klaus
Schönberg, Waldeck

2. Die Zukunft gestalten – wie gesellschaftsrelevante Ideen konkret im Kontext der Gemeinde umgesetzt werden können
Dr. Volker Brecht, Böblingen

3. Herausforderung Arbeitsplatz, was tun damit dort Reich Gottes erlebt und der Alltag verändert wird?
Michael Dreher, Herrenberg & Team

4. Zukunftsfähige Gemeinde – wie in Kleinstädten der missionarische und diakonische Auftrag Hand in Hand umgesetzt werden kann.
Ralf Albrecht, Nagold

5. Wie können Eltern, Lehrer und Schüler Verantwortung für die Schule übernehmen?
Heinz Veigel, Egenhausen & Horst Koch, Altensteig & Team

6. Mission shaped communities – geistliche Großgruppen mit missionaler Perspektive
Reinhold Krebs, Herrenberg

Hier kann man sich anmelden und hier gibt es noch mehr Infos!

Mittwoch, November 02, 2011

"Stille & Gelassenheit"




Ich arbeite in einem Werk, welches das große Vorrecht bietet zwei Mal im Jahr einen Stillen Tag zu haben. Alle Mitarbeitenden, Studierenden und Dozierenden nutzen den Tag für Stille, Einkehr und Begegnung. Zu Beginn des Tages haben wir uns in der Marburger „Kugelkirche“ getroffen und mein Kollege Martin Rauh hat uns auf diesen Tag eingestimmt. Dabei hat er uns den „Dekalog der Gelassenheit“ vorgelesen, der Papst Johannes XXIII. zugeschrieben wird. Dieser begleitet mich heute und ich teile ihn gerne, da er viele gute Gedanken enthält:

1. Leben: Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den Tag zu erleben - ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
2. Sorgfalt: Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen und vornehm sein in meinem Verhalten: Ich werde niemanden kritisieren; ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern... nur mich selbst.
3. Glück: Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin ... nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.
4. Realismus: Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
5. Lesen: Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen. Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.
6. Handeln: Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen - und ich werde es niemandem erzählen.
7. Überwinden: Nur für heute werde ich etwas tun, wozu ich keine Lust habe. Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.
8. Planen: Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.
9. Mut: Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, und mich an allem freuen, was schön ist. Und ich werde an die Güte glauben.
10. Vertrauen: Nur für heute werde ich fest daran glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten – , dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt. -
Nimm dir nicht zu viel vor. Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, und ohne Übertreibung und mit Geduld.