Donnerstag, Dezember 29, 2005

Von Kimball über Link zu Stott!



Was, fragte mich ein Freund heute, liest du eigentlich gerade? Ich verwies ihn auf meinen neuen blog, was ihn aber nicht befriedigte. „Das reicht nicht aus.“ O.k., sag ich, ich leg noch was drauf.
Also, wir haben Weihnachten (gehabt, aber immer noch gefühlt) und es gibt verschiedene Ebenen des Lesens. Also, je nach emotionalem, geistlichen und körperlichen Zustand!
Fast fertig bin ich mit Emerging church von Dan Kimball. Ein muss, für alle die sich mit Glauben Kirche & Postmoderne beschäftigen. Auch wenn wir in Deutschland nicht das Problem mit Megakirchen und einer fehlenden Liturgie haben, so geht Kimball einen wichtigen Schritt weiter als viele deutsche Analysten, er beschriebt wie eine postmoderne Kirche aussieht und das ist mehr als spannend! (mehr dazu gibt es auf mcprediger.de)
Dazu passend lese ich gerade „a generous Orthodoxy“ von Brian Mclaren, dem inoffiziellen Mentor & Guru der amerikanischen emerging church Bewegung. Ich bin erst am Anfang, aber allein der Titel ist geil: „A Generous Orthodoxy: Why I Am a missional, evangelical, post/protestant, liberal/conservative, mystical/poetic, biblical, charismatic/contemplative, fundamentalist/calvinist, anabaptist/angelican, methodist, cathlic, green, incarnational, depressed-yethopeful, emergent, unfinished christian.” Mehr gibt es fast nicht zu sagen!
Kraussers Tagebücher habe ich ja schon mehrfach erwähnt und gewürdigt, ebenso Heiner Links “Frl. Ursula“. Einfach so zur geistlichen Erbauung lese ich gerade von John Stott „Gesandt wie Christus. Grundfragen christlicher Mission und Evangelisation“. Von diesem alten Mann der Theologie & Weltmission kann ich noch eine Menge lernen, bin wahrscheinlich nicht der Einzige! Er war seiner Zeit einfach voraus. Wie nennt man so was: Prophet, genau wie Lesslie Newbigin. Das reicht, mir zumindest – für heute! Morgen mehr!

Kommentare:

martin nagel hat gesagt…

spannend von emerging church habe ich noch nie gehört aber wie scheint kommt doch sehr viel gutes aus den usa.
vielleicht ist ja bush noch mit kimball oder mclaren befreundet....

martin nagel hat gesagt…

der untertitel des buches finde ich genial.
aber bestimmt schwierig beides zu sein oder garnichts von beiden.
manchmal ist es leichter dazuzugehören und andere für sich in den spalt stehen zu lassen.
auch wir legen so gerne fest- ein erbstück mit dem ich immer noch kämpfe
was is er/sie denn?

Toby Faix hat gesagt…

Also emerging church und Brian MCLaren haben nichts mit Bush & den fundamentalistischen Evangelikalen Amerikas zu tun, sondern sind eher eine Gegenbewegung. Emerging Church gibt oder kommt nicht nur aus dne USA, sondern gibt es auch in England, Südafrika, Australien etc. Überall wo postmoderne Menschen ihre alten Glaubensstigmata ablegen udn versuchen grenzüberschreitetend Spiritualität zuleben (deshalb der Titel bei McLaren). So entwicklet sich nicht nur ein neuer Frömmigkeitsstil, sondern sogar eine neue Theologie!

Danny hat gesagt…

Schön zu sehen dass du auch einen blog hast. Mehr Infos über die Emerging Church gibt's unter http://soomah.weblogs.us . So bist du nicht auf Gerüchte über die Emerging Church angewiesen, die in deutschen konservativen Zeitschriften kursieren ;-)

ciao
Danny

Toby Faix hat gesagt…

Danke für den Tipp, war bei "soomah" schon ein paar Mal drauf.