Montag, Februar 20, 2006

Der „Ort Gottes“ Part 2

Denke immer noch über den „Ort Gottes“ nach. An welchen Orten/Situationen begegne ich Gott am meisten/intensivsten?

Für die Israeliten war der Ort Gottes im AT immer klar, zum einen der Tempel und zum anderen „Gottes Volk in Gottes Land“. Beides garantierte die Gegenwart Gottes. Gab Sicherheit, war aber auch trügerisch. Falsche Heilssicherheit sozusagen. Mit dem Exil endete dann alle Sicherheit, der Tempel war zerstört und das Volk nach Babylon deportiert. Es muss für die Israeliten eine geistliche Schmach gewesen sein. Aber Gott macht ihnen klar, dass er nicht von lokalen Orten abhängig ist (Jeremia 29). Das fasziniert mich an Gott, auf der einen Seite lässt er sich auf Sicherheiten und Traditionen ein auf der anderen Seite zeigt er immer wieder seine Souveränität und verändert sowohl Traditionen als auch die Theologie der damaligen Zeit. Beides ist möglich und wichtig. Orte als lokale Herzensveränderung. Henry Nouwen bemerkt dazu, dass unsere Gedanken der „Ort Gottes“ sind und eine ständige Meditation uns hilft, diesen Raum mit Gottes Herrlichkeit zu füllen. Jetzt sind lange Meditationen eines christlichen Mantras (noch?) nicht mein Ding. Wünsche mir auch außerhalb meiner Gedanken einen Ort, an dem ich Gott begegnen kann. In der Vergangenheit war das JesusFlow, eine Art interaktiver Gottesdienst mit Anbetung, Zeugnissen, Predigt, Segnungen und viel Raum und Zeit für die Gegenwart & Suche Gottes. Ein Gottesdienst in dem auch mal geschwiegen, geweint und gelacht werden konnte. Dieser Ort fehlt mir momentan. Aber er kann ja neu besetzt werden. Ich bin mir sicher Gott wartet schon.

Kommentare:

Dichristins Blog hat gesagt…

Hi Toby,

mir fällt folgendes auf: interaktiv, Raum, Zeit

Was entsteht aus diesen Eckpunkten? Mein erster Gedanke: ich bräuchte einen Ort Gottes, der Raum (Weite, Schönheit, Gestaltungsmöglichkeit...) und Zeit (im Sinne von Enstehen, entwickeln, in aller Ruhe) bietet.

Hier sind wir glaube ich den Passion-Ideen ganz nah...
zumindest gefühlsmääßig, oder?

Matze

Dichristins Blog hat gesagt…

Vielleicht folgen Worte und genauere Ideen...

(wollte ich noch anfügen ;-)))

Toby Faix hat gesagt…

Ja, dass wäre ein Traum: Ein sich entwicklender Ort, der durch Gott und die Suchenden gefüllt wird.
Vielleicht passion?

Toby Faix hat gesagt…

Ach, weißt du eigentlich, dass ich am 16. März im CT predige, wenn du Anbetung machst? Das ist doch echt super! Freue mich schon jetzt darauf!

Dichristins Blog hat gesagt…

Das weiß ich natürlich ;-))) und ich freue mich auch...

bis dann dann
matze