Samstag, März 18, 2006

"Bist du wirklich Deutscher? Und darfst du es auch bleiben?"

Ein Nachtrag zu unserem Landesvater in Hessen und seiner neusten Idee ausländischen Mitbewohnern das Leben in Deutschland zu erschweren: Der Einbürgerungstest. Nun ja, nicht alles schlecht, doch wenn schon nach dem Grundgesetz alle gleich sind, würde ich vorschlagen, dass jede Bürgerin und jeder Bürger diesen Test machen muss, wer ihn nicht besteht wird nach Bayern zwangsversiedelt. Das macht Sinn, oder? Hier der Schnelltest mit zehn ausgewählten Fragen, wenn du mehr als drei nicht beantworten kannst, kannst du schon mal mit packen anfangen!

1. Welche Versammlung tagte im Jahr 1848 in der Frankfurter Paulskirche?

2. Wann ging die erste deutsche Republik zu Ende?

3. In welchem Jahr wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet?

4. Welcher deutsche Bundeskanzler bekam den Friedensnobelpreis?

5. Welches Recht schützt Artikel 1 der bundesdeutschen Verfassung? Wie heißt das höchste gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland und wer bestimmt seine Mitglieder?

6. Wer kann in der Bundesrepublik Deutschland einen Antrag auf Ehescheidung stellen?

7. Beschreiben Sie den Grundgedanken der Gewaltenteilung!

8. Die Wahlen zu den deutschen Parlamenten müssen nach Artikel 38 der Verfassung
- allgemein
- unmittelbar
- frei
- gleich und
- geheim
sein. Erklären Sie diese Wahlgrundsätze!

9. Die Bundesrepublik Deutschland hat einen dreistufigen Verwaltungsaufbau. Wie heißt das unterste politische Gemeinwesen?

10. Der deutsche Maler Caspar David Friedrich malte auf einem seiner bekanntesten Bilder eine Landschaft auf der Ostseeinsel Rügen. Welches Motiv zeigt dieses Bild?


Alle 100 Fragen mit den richtigen Antworten gibt es hier.

Kommentare:

kapeka hat gesagt…

Also ich finden den Test gut. Das ist im Grunde alles Stoff, den man auch in der Schule vermittelt bekommt ... gut, das viele das schnell wieder vergessen ist ein anderes Thema.
Aber wenn die Sozis schimpfen "Einbürgerung ist keine Führerscheinprüfung", dann finde ich das ziemlich platt. Was ist Einbürgerung dann? Hat die SPD eine Antwort darauf? Ich bin nicht der Meinung, dass man jeden Einbürgern muss, der einen Antrag stellt. Wer Deutscher werden will, mit den damit verbundenen Rechten, von dem darf vorher auch was gefordert werden.

Co hat gesagt…

uhhhh... Ich glaube ich kann gehn... ABER die letzte Frage kann ich spontan beantworten :).
Tja... bin wohl ein einigermaßen respektabler Kunst-LKler und ein ganz mieserabler Deutscher... gibt mir Stoff zum Nachdenken ;).

martin nagel hat gesagt…

wird ja richtig politisch hier.

ein schwieriges thema wie ich finde.

auch ich finde tests ähnlich diesem sinnvoll. er darf aber nicht diskriminierend sein. das heisst nur "für muslime "

Toby Faix hat gesagt…

Ich weiß ja nicht auf was für einer Schule du warst und aus was für einen sozialen Hintergrund du kommst, aber ich bin mir ziemlich sicher, das 80% der Deutschen viele Fragen nicht beantworten können. Dazu gibt es natülich die Lösungen im Internet, also kann man die Fragen auswendiglernen, aber da sind wir ja wieder beim Führerschein. Also, da finde ich die sogenanten Integrationkurse, wenn si egut gemacht sind, wirklich besser. Ich möchte keine "Deutschen", die richtige Fragen beantworten können, sondern Leute, die etwas von Deutschland verstehen und sich damit identifizieren können.

kapeka hat gesagt…

Ja natürlich sollen die Einwanderer sich mit dem Land und der Kultur identifizieren können. Aber dazu gehört auch Hintergrundwissen über das Land.

Eine Mischung aus beidem ist wichtig.

Und das 80% der Deutschen die Fragen nicht beantworten könnten ist ein Trauerspiel und zeigt nur, wie das Bildungssystem in Deutschland im Keller ist. Und das sage ich nicht nur, weil ich ein Abi in der Tasche habe. Das sagt gar nix, denn auch viele Leute, mit denen ich Abi gemacht habe, die hätten keinen Schimmer bei vielen Fragen (und mein Schnitt ist eigentlich auch nicht sooo prickelnd). Das hat nicht so sehr mit Schulsystem als mit der Frage zu tun, ob ich mich für mein eigenes Land interessiere ... und das ist bei vielen Deutschen leider nicht der Fall.

Toby Faix hat gesagt…

Interesse kann und muss vielleicht auch geweckt werden, ich denke, dass das Bildungssystem in Deutschland schon krankt und zwar angefangen vom Kindergarten über das dreigeteilten Schulsystem bis zu unserer Lehrerausbildung. Es schafft kaum Identifikation und fördert keine Kompetenz, sondern ist ausschließlich auf Wissen aus und nicht mal das klappt dann. Da sind uns viele andere europäische Staaten voraus. Das gilt übrigens auch manchmal für die theologischen Ausbildungsstätten!

e-mix hat gesagt…

also ich interessiere mich schon sehr für mein land, verfolge die aktuellen politischen diskussionen, bin allerdings geschichtlich nur wenig bewandert. soll heißen: da hege ich nur ein bedingtes interesse, auch wenn es für die identifikation mit dem eigenen land eigentlich wichtig wäre.
und ich kenne auch den einen oder anderen deutschen dichter, künstler, politiker, sportler, musiker, usw. aber von allen ihre werke oder einzelne aussagen zu kennen und zu können ist mir viel zu weit hergeholt.
das hat doch nichts mehr mit der identifikation mit dem land deutschland zu tun.

wie oben gesagt wurde: ich finde es ebenfalls wichitg sich mit dem land an sich zu identifizieren, und nicht irgendwelche fragen auswendig zu lernen.