Montag, April 24, 2006

"Welttag des Buches"

Gestern, am „Welttag des Buches“ paradoxerweise den Tag ganz ohne Bücher verlebt. Aber dafür sehr schön, mit Gottesdienst, Essen gehen, Treffen mit Freunden, Spielplatz, Gesprächen etc. Das war richtig rund. Leider bekam ich am Abend einen fetten Migräneanfall, der mich im wahrsten Sinne des Wortes niedergestreckt hat. Das war echt ärgerlich und hat mich die halbe Nacht gekostet. Anyway, heut eist ein neuer Tag!


Noch Mal kurz zum Welttag des Buches. Möchte die Gelegenheit nutzen um auf ein Buch und seinen Autor hinzuweisen, das im Mai als Paperback herauskommt und das sich wirklich lohnt zu lesen, da es mich zu einem sprachlich und inhaltlich begeistert hat: „Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier. Es geht um Überlegungen zum Leben und Sterben im Kontext der Francodikatatur. Ein klasse Buch, das auf verschiedenen Ebenen spielt und wunderbare psychologische Portraits der beteiligten Personen zeichnet, allen voran von dem introvertierten Raimund Gregorius, dem Lateinlehrer eines Berner Gymnasiums, der von einem Tag auf den anderen, seine Schule verlässt und sich auf eine rätselhaften Reise zu sich selbst macht. Ein Buch das zwischen Wissen und Bewusstsein, zwischen Realität und Wunsch, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Sein und Schein auf wunderbare wechselt und dazu die gewaltige Kulisse Lissabons mit seiner eindrucksvollen und spannenden Geschichte. Tiefgründig und hinterfragend, ohne einfache Antworten und Trivialität. Ein intelligentes Lesevergnügen, das uns der in Berlin lehrende Schweizer Philosoph Peter Bieri, so sein richtiger Name, beschert hat. Danke.

Kommentare:

Uli´s Blog hat gesagt…

martin sagt gerade, dass es ein tolles buch ist, ich soll es lesen. habe das noch nicht gemacht. sollte ich wohl

Toby Faix hat gesagt…

Ja, ich glaube es lohnt sich wirklich, ein Buch von dem Christine & ich gleichmaßen begeistert waren. Das will was heißen. ;)