Dienstag, Mai 16, 2006

„Der weiße Neger Wumbaba“


Habe Christine zu Muttertag ein kleines feines Büchlein mit dem kuriosen Namen „Der weiße Neger Wumbaba“ geschenkt. Was sich auf den ersten Blick als ein etwas altrassistisches Buch anhört, verwandelt sich beim Lesen in ein äußerst unterhaltsames Vergnügen. Wie der Untertitel „Kleines Handbuch des Verhörens“ schon andeutet, geht es um die Kuriosität von falsch verstandenen Liedtiteln. Menschen hören oder singen auch ihr halbes Leben irgendwelche Texte, die manchmal ohne Sinn und Verstand sind und irgendwann erfahren sie Auflösung, wie eben beim weißen Neger Wumbaba, der aus dem schönen Gute Nacht Lied „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius stammt. Dort heißt es eigentlich: „…und aus den Wiesen steiget, der weiße Nebel wunderbar.“
Und so werden die schönsten „Verhörer“ von Axel Hacke gesammelt und kommentiert, dazu gibt es dann noch wunderbare Zeichnungen von Michael Sowa.

Kommentare:

martin nagel hat gesagt…

genial
das muss ich mir gleich morgen kaufen. super - vielen dank für die anregung.

storch hat gesagt…

wir haben das auch. ist schon lustich. bei uns hiessen solche verhörer immer "pencil", weil mal jemand bei einem lied von simon and garfunkel meinte: "ich weiss gar nicht, was der blöde text heissen soll: silence like a pencil grows! was heisst denn das?" es hiess halt eigentlich anders: "silence like a cancer grows".