Dienstag, Mai 02, 2006

„Von Thomas S. Kuhn bis zu Emerging Church“

Habe mich in den letzten Tagen mal wieder ausführlich mit der Wissenschaftstheorie von Thomas S. Kuhn beschäftigt, der für meine Dissertation eine wichtige Rolle spielt, da meine Methodologie auf seinem Verständnis von einem Paradigmawechsel aufbaut. Sein Verständnis von Erkenntnis hat die gesamte Wissenschaft durcheinander gewürfelt und die letzten Jahrzehnte die Forschung bestimmt. Anhand bedeutender Stationen der Geschichte der Physik beschreibt Kuhn seinen zentralen Begriff des Paradigmas. Von der aristotelischen Naturtheorie über Nikolaus Kopernikus, Galileo R Galilei und Johannes R Kepler bis zur klassischen newtonschen Physik und der Relativitätstheorie von Albert R Einstein. Ohne Paradigmawechsel wäre Wissenschaft nicht möglich, da sie Orientierungspunkte darstellen, in deren Folge Phänomenbereiche eingeordnet werden. Die interessante Frage ist nun: Ist die Postmoderne ein Paradigmawechsel? Im Denken? Im Wissenschaftsverständnis? Oder wie in meinem Fall, in der Theologie? Wie wirkt sich das in der Praxis aus? Ist die Emerging Church Bewegung eine Folge eines solchen Paradigmawechsels? Spannende Fragen, die ich erahne zu beantworten, aber auch selbst noch viele weitere Fragen habe…

Auch noch wichtig: Der HSV gewinnt 1:0 in Köln. Ich sage Tschö Kölle! Nächstes Jahr wieder montags. Sorry.

Kommentare:

Sabine hat gesagt…

Zum Glück hast du noch ein sorry angefügt. Aber emol kölsch bliev kölsch in guten wie in schlechten Zeiten!!

DoSi hat gesagt…

Hab mir vor kurzem Hans Küngs "Theologie im Aufbruch" reingetan, der auf von Kuhns Paradigmenwechseln her kommt und Theologie und PoMo verbinden wollte. War inspirierend und interessant, was der Kerl schon 1986 geahnt hat...

Toby Faix hat gesagt…

@sabine: Das "sorry", war alleine für dich bestimmt.

Toby Faix hat gesagt…

@dosi: Ja, dass ist eine ganz interessante Stafette: Kuhn, Küng, Bosch...