Donnerstag, August 24, 2006

"Was ist der Mensch?"

Nach acht Jahren grausamer Gefangenschaft in einem zwei mal drei Meter kleinen Kellerraum (1,60m hoch), ohne Fenster und mit einer Panzertür gesichert, hat sich heute die 18jährige Natascha aus der Gewalt ihres Entführers und Peinigers befreien können. Was für ein Martyrium hat dieses Mädchen mitgemacht in ihrer jahrelangen Gefangenschaft. Acht lange Jahre in einem Zimmer, 3097 lange und einsame Tage, das scheint mir unvorstellbar zu sein. Wer tut so etwas? Wer hält einen Menschen wie ein Tier? Wer kann sich am Leiden anderer über Jahre erfreuen? Wie kann ein Mensch so selbst zum Tier werden? So selbst erniedrigen? Wir werden es nicht erfahre. Nicht in diesem Fall. Priklopil, der sich nur als „Gebieter“ von Natascha anreden lies hat sich nach deren Flucht das Leben genommen. Er selbst lebte in diesen acht Jahren ein ganz normales unauffälliges Leben, keiner auf der Arbeit und in der Nachbarschaft schöpfte Verdacht.

Was ist der Mensch? Was ist aus ihm geworden? Was ist von ihm zu sehen?
Der Humanismus ist gescheitert und das nicht nur in Wien oder Kiel.

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