Mittwoch, September 20, 2006

"Christ & Gebet"

Schreibe gerade eine Kolumne zum Thema: „Warum ich als Christ nicht für schönes Wetter beten darf.“ Hab schon einiges, aber hätte gerne noch ein paar Statements, ein paar (hoffentlich neue) Gedanken. Möchte gar nicht mehr sagen, um nicht in eine Richtung zu drängen. Was denkst du? Darf man oder nicht? Und natürlich warum?

Kommentare:

Simon hat gesagt…

DARF MAN NICHT, WEIL ...
man andere (in diesem Fall Gott) nicht in Interessenkonflikte bringen sollte - und wenn der Bauer in meinem Ort für Regen bittet und ich fürs Gegenteil - was soll Gott da machen?

DARF MAN, WEIL...
Gebet ja einfach Gespräch mit Gott ist und warum soll ich Gott nicht erzählen, was ich mir wünsche, wo er es doch sowieso weiß?

Stefan hat gesagt…

ich finde es kommt schon drauf an wie man es denn meint (aufs herz ). Wenn ich drum bitte weil es ein Wunsch von mir ist dann ist das ja OK, weil ich einfach mit dem was mich beschäftigt zu Gott komme.

Wenn ich erwarte dass es gutes Wetter sein muss, nur weil ich gebetet habe dann verkenne ich wer der HERR ist.

Oder?

michael w. hat gesagt…

Nicht für schönes Wetter beten dürfen... ganz ernst kann das ja nicht gemeint sein und ohne eine Prise Selbstironie dürfte die Kolumne von Toby wohl auch nicht gedacht sein.

volkstümliche Argumente:
Gott um schöner Wetter zu bitten ist sinnlos, denn das fällt nicht in Gottes Ressort, sondern ist die Angelegenheit von Petrus. Sollte Gott nun doch etwas damit zu tun haben, dann ist "schöne Wetter" viel zu undifferenziert. Wie soll Gott nun wissen was er genau zu tun oder anzuordnen hat? Und es erscheint überhaupt sinnlos gegen eine wissenschaftlich fundierte Wettervorhersage anzubeten wenn sich die Schlechtwetter-Prognose nun mal beweisen lässt.

"Fromme" Argumente
Wir dürfen nicht so beten, denn
es kommt in der Bibel nicht vor, weder im "Vater Unser", noch im "Gebet des Jabez", noch in einer mosaischen oder paulnischen Fürbitte oder Segnung. Zudem ist es äußerlich und nicht geistlich. Es verdeutlicht unsere egoistische Grundhaltung. Gottes souveräner Wille schickt uns immer das Wetter, welches für uns das beste ist. Darum sind Regenschirme genaugenommen auch ungeistlich - sperrst du dich nicht damit gegen eine gute Gabe Gottes, den Regen? Hat den Gott einen Feler gemacht als er es regnen ließ? Und zuletzt: Sollte mich das schlechte Wetter als Zeichen Gottes zur Einsicht und Busse bewegen - wie könnte ich dagegen beten?

Oh man wieviel Scheiß kann man in ein paar Minuten zusammenschreiben. Ich wünsche mir von Gott auf jedenfall für morgen genau so schönes Wetter wie heute, Amen. Und das ist ernst gemeint.

DalloNews hat gesagt…

sind wir doch mal ehrlich. Jesus sagte doch schon, dass wir den Vater im Himmel um alles bitten dürfen. Warum sollten wir dann nicht ums Wetter bitten dürfen. Ich denke es ist eine Bitte wie jede andere auch. Für viele mag es nicht so wichtig sein, ob das Wetter nun so oder so ist, weil sie sagen es kommt wie es kommt. Aber für manche Leute ist es existeniell wichtig, davon hängt manche Jahreseinmahmen ab, und somit auch die Existenz von diesen.
Ich sag, nur Mut zum Bitten. Was Gott dann aus deiner Bitte macht, das weiß nur er...

anne hat gesagt…

gott und das wetter...

ich würd den ganzen sachverhalt nicht unbedingt nur mit dem ironischen touch betrachten...
ob man jetzt um schönes/ schlechtes wetter beten sollte oder nicht, weiß ich auch nicht so genau... aber ich kann definitv sagen, dass gott per wetter auch gerne mal seine meinung äußert:
wir waren im sommer mit 30 teens in schweden auf ner freizeit und wollten ne zwei-tages-wanderung mit hüttenübernachtung machen... die meinung in der gruppe und unter den mitarbeitern dazu war echt gespalten...
wir hatten keine ahnung, ob das gut ist für die gruppe, die sache trotzdem durchzuziehen, das wetter war auch schlecht einzuschätzen.

matze & matze, die die planungen in der hand hatten, haben sich also kruz vor dem start nochmal zusammen gesetzt, und gebetet und gott gesagt, er solle sich doch bitte mal eindeutig äußern, ob das gut ist, oder schlecht, das mit der wanderung... mit regen, oder sonne, oder was auch immer...

drei minuten später (kein scherz!) fing es an zu regnen... und das ziemlich genau für die zwei tage. gott hat auch unsere bedenkzeit, die wir ihm eingeräumt haben (haha, wie lustig! menschen halt...)netterweise ignoriert. die wanderung ließ sich auch nicht verschieben oder so, weil die hütte eben nur für diese nach gebucht werden konnte.
naja. jedenfalls: am dritten morgen schien plötzlich wieder die sonne.

die tage, die nun anderweitig mit programm gefüllt werden mussten, gehören mit zu den coolsten und intensivsten erlebnissen der ganzen freizeit. tja.

wenn mir also nochmal jemand sagt, dass es doof oder sonstwas ist, wettertechnisch zu beten, dann werd ich vermutlich nur dumm grinsen und diese story erzählen.

Thomas hat gesagt…

Darf man, aber mit sowas muss man vorsichtig sein. Nachdem Elia für schönes Wetter gebetet hatte, regnete es drei Jahre lang nicht in Israel. Gab mächtig Ärger...

Toby Faix hat gesagt…

Sehr gut. Vielen Dank für die ganz unterschiedlichen Beiträge, haben mir schon mal sehr geholfen. Werde weiter daran arbeiten...

manni hat gesagt…

david pierce hat sich dieses jahr auf dem freakstock geärgert, dass er gegen regen gebetet hatte.
für ne bußpredigt wäre regen nämlich besser; hat er gemeint.

storch hat gesagt…

was ist mit deinem feed passiert? da sind nur noch links und kein text. voll doof. wenn du was geändert hast, kannst du es bitte wieder rückgängig machen?

Toby Faix hat gesagt…

Sorry, ich bin nicht gerade der Checker in so Sachen. Mike hat mich gebeten den Feed umzustellen, was ich auch einfach gemacht habe, aber irgendwie scheint dann nichts mehr gegangen zu sein?? Jetzt ist alles wieder wie vorher, oder??
Ich brauche dringend mal Nachhilfe in Sachen "Innenleben eines blogs"!