Montag, Februar 19, 2007

"Gemeinschaft contra Selbstbeschäftigung"

Heute war wieder ein voller Tag, nach dem entspannenden Wochenende hat mich das irgendwie kalt erwischt. Unterricht, Sitzungen, Gespräche, Aufnahmen beim ERF und dann zum Schluss noch unser mbs Gottesdienst. Irgendwie hat mir letzteres dann gar nicht reingepasst, hatte weder Lust noch Power, war auch schon (zu) spät dran und kam doch rechtzeitig. Das Thema war „Gemeinschaft“, wichtig, aber schon mal gehört. Die Umsetzung war jedoch so witzig und praktisch, dass es mich echt aus der Lethargie gerissen hat. Alle Gottesdienstbesucher wurden in Kleingruppen eingeteilt und haben eine Tüte mit Utensilien und Anweisungen bekommen. So saßen wir dann zu viert in einem Raum, schauten uns an und öffneten die Tüte. Heraus kam eine Beschreibung für den Abend, eine CD mit der Predigt, Saft & Brot etc. Sehr witzig. Bei Kerzenlicht lauschten wir der Predigt, erzählten uns danach Geschichten aus unserem Leben und teilten uns gegenseitig das Abendmahl aus. Ein intimer und gelungener Gottesdienst. Gemeinschaft kann überraschen, wenn sie gelebt wird. Danke.

Dann noch einen Text zum schönen Thema Fußball, den ich besser hätte nicht schreiben können. Nach dem der HSV jetzt zweimal hintereinander gewonnen hat und nur noch Vorletzter ist, kann ich mir so was wieder leisten und den Unmut aller Bayernfan (die ich trotzdem aufrichtig liebe) auf mich ziehen! Außerdem sollte dieser Text für die hoch bezahlten Bayernstars für das morgige Spiel gegen Real Madrid Ansporn genug sein. Also, Jörg Schallenberg schreibt in Spiegel online:

Das Fatale ist: Jeder Kicker hat einen anderen Grund für sein Schwächeln. Technisch brillante Ausnahmespieler wie Philipp Lahm oder Schweinsteiger laufen seit der WM ihrer Form hinterher (und werden das wohl bis zur Sommerpause fortsetzen). Podolski ist noch nicht, Karimi nie in München angekommen, van Buyten liefert Woche für Woche Beweise dafür, dass er beim Hamburger SV bereits überschätzt wurde und sehr von seinem einstigen Nebenmann Khalid Boulahrouz (jetzt bei Chelsea) profitierte. Spieler wie Salihamidzic haben ihren Zenith lang überschritten, Santa Cruz hat seinen nie erreicht. Altgediente Weltmeister wie Sagnol oder Lucío wirken unwillig, sich in Spielen gegen Aachen, Bochum oder Bielefeld zu konzentrieren. Spielerische Alternativen sind nach Sebastian Deislers Rücktritt und den Verletzungen von Owen Hargreaves, Andreas Görlitz, Valérien Ismael und (immer mal wieder) Mehmet Scholl Fehlanzeige. Überfordert, fertig und kaputt - das ist der FC Bayern im Februar 2007.

Kommentare:

Mike hat gesagt…

Sehr coole Ideen (ich meine der Gemeinschafts-GD :-)). Muss ich mir merken.Past in eine Diskussion, die wir gestern Abend hatten...

Sabine hat gesagt…

ich würd ja gern auch über die Bayern lästern, aber wenn man im Glashaus sitzt...

Toby Faix hat gesagt…

Ach, gerade dann macht es Spaß! Das ist ja die Ironie, nur wer selbst in der Krise ist, kann die anderen verstehen! ;)

Sabine hat gesagt…

o.k. bin dabei und gegen ne Spitzenmannschaft wie Rot- weiß Essen kann man doch verlieren, da ist Aachen Kreisklasse

Toby Faix hat gesagt…

Ja, das sehe ich genauso Rot-weiß Essen - da kann man schon mal gut bedient sein mit einem 5:0! :)

saddy hat gesagt…

Beim Gemeinschaft- Gobi hätte ich ja gern mal gehört, was ihr euch im Dozententeam für Geschichten erzählt habt... (von denen die auf dem Zettel standen)
Najach, vielleicht auch besser so! :-)