Donnerstag, Februar 14, 2008

"Unchristian"


Unchristian. Was denkt die neue Generation vom Christentum?
Dieses amerikanische Buch beschreibt die Ergebnisse mehrer empirischer Umfragen der Barnagroup in den letzten Jahren. Die Grundfragestellung sah folgendermaßen aus:
Was hält die nee Generation von Jugendlichen (der 18 bis 29jährigen) von Christen?
Die Antwort:
91% halten Christen für antihomosexuell
87% für schnell verurteilend
85% für heuchlerisch (sagen das eine und tun selbst das andere)
78% für altertümlich
75% für zu sehr in Politik verstrickt
72% für realitätsfremd
70% für unsensibel gegenüber Anderen
68% für langweilig
64% akzeptieren keinen anderen Glauben

Interessant daran wäre zum einen wie sich die Christen selbst einschätzen würden, also ob Selbst- und Fremdwahrnehmung übereinstimmen und sicherlich eine qualitative Vertiefung, wie sie auf dieses Ergebnis kommen, was für Gründe dazu vorliegen.

Kommentare:

Antje hat gesagt…

Die Umfrage bezieht sich doch sicher nur auf Amerika, oder?

Wir leben seit fast einem Jahr in den USA und obwohl wir in einer für die USA "relativ unchristlichen Gegend" (New England) wohnen und ich auch noch die befragte Altersgruppe passe, aber Christ bin, kann ich vieles von dem was gesagt wurde unterschreiben. Es ist immer wieder überraschend für mich, was den Christen hier wichtig ist, worüber hier gepredigt wird, worüber Christen sich hier Gedanken macht.

Tobias Faix hat gesagt…

Ja, bezieht sich nur auf Amerika.Grüß das Land der "Freiheit" und danke für deinen interessanten blog.

Christian hat gesagt…

Witzig ... hat nix mit dem Buch zu tun ... aber Google wollte früher "utechristian" immer zu "unchristian" korrigieren.

Die Ergebnisse verwundern mich nicht wirklich.

Tobias Faix hat gesagt…

Gab es da einen inneren Zusammenhang! ;)

Anonym hat gesagt…

die einschätzung der christen über sich selbst würde viel positiver ausfallen. aber ich finde es erschreckend diese zahlen zu lesen, weil sie repräsentieren, wie wir nach außen wirken. un da sieht es schlecht aus. wir christen denken fast immern, wir haben voll die positive auswirkung usw. aber so ist es nicht. das belegen ja auch eindeutig diese zahlen. ich finde auch, dass wir uns an so manchen mitchristen echt eine scheibe abschneiden können, weil da viele sozialer angaschiert sind, als so mancher christ

Tobias Faix hat gesagt…

Die Frage ist, was wir dagegen machen können und FÜR was wir stehen.

Matthias H. hat gesagt…

Ich glaube, das einzige, was wir tun können und sollten, ist den Menschen offen und mit Liebe zu begegnen, klingt total platt, ist aber meiner Ansicht nach das, wofür wir stehen sollten. Und z.B. soziales Engagement sollte dann immer erst als Folge aus dieser Haltung entstehen. Die meisten (mich eingeschlossen) scheitern ja im Alltag ohnehin schon oft genug an ersterem.

Tobias Faix hat gesagt…

Ja, die Frage ist eigentlich nicht gegen was Christen in ihrer Stadt/Dorf stehen, sondern für was! Für was sind sie bekannt? Was ist ihnen wichtig? Diese eigene Identifikation ist oftmals unterbelichtet...

Tobi hat gesagt…

Auf der einen Seite, glaube ich, ist es auch "normal", dass wir so schlecht abschneiden. Jesus sagt selbst, dass wir zwar in dieser Welt aber nicht von dieser Welt sind. Wir sollten uns wahrscheinlich ebenso viel Gedanken über ein positives Ergebnis machen, denn dann könnte auch was nicht stimmen.
Zum Anderen enthält die Umfrage auch Eigenschaften, die gerade Christen auszeichnen sollten: NICHT heuchlerisch, NICHT schnell verurteilend, NICHT realitätsfremd. Da frag ich mich dann schon, wo wir gelandet sind...
Gottes Segen dir, Toby

Tobias Faix hat gesagt…

Ja, ein kleines "nicht" kann einen großen Unterschied machen... ;)

Markus hat gesagt…

Sonst wird doch immer so darauf geachtet, wie anders die Situation in Amerika ist und was man alles auf gar keinen Fall von dort übernehmen darf.

Ich glaub, das stimmt bei dieser Umfrage schon auch! Warum scheinen hier das alle direkt auf unsere Situation zu übertragen?