Samstag, Oktober 10, 2009

„Das Wunder von Leipzig“

9. Oktober 2009 - Werner Schulz from DieGrünen Leipzig on Vimeo.



Diese Tage feiern wir den 20. Jahrestag des Wunders von Leipzig. Historiker gehen davon aus, dass der 9. + 10. Oktober eine zentrale Bedeutung für das gesamte Wendegeschehen hatte. 20 Jahre und vielleicht begreife ich erst langsam was damals wirklich passiert ist, was ich in meinem jugendlichen Jahren einfach so hinnahm. Keine blutige Revolution, sondern der Beginn einer Transformation eines ganzen Staates, ganz ohne Gewalt, angefangen 1982 in der Nikolaikirche von Leipzig.

Einige Zeitreportagen zum Thema:
Leipzig feiert Herbst '89 mit Großkundgebung, ein aktueller Bericht.
Eine Rückschau

Ein christlicher Moralist: Über den Theologen Friedrich Schorlemmer, der eine entscheidende Rolle spielte.


Zum Sehen und Hören:
Eine beeindruckende Dokumentation dazu gab es im mdr.
Interview mit Christian Führer, dem ehemaligen Pfarrer der Nikolaikirche
Rede vom ehemaligen Bürgerrechtler Werner Schulz beim offiziellen Festakt zum 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution im Leipziger Gewandhaus

Kommentare:

claud hat gesagt…

jo, schon krass ... und jedes mal, wenn ich über die "ex-grenze" fahre dank ich innerlich Gott für das, was damals passierte ... und richtig erfassen, kann ich es doch nicht.

km hat gesagt…

Das ist schon etwas ganz Besonderes, was mein Leben sehr verändert hat - manchmal muss ich mir sagen: Das stimmt wirklich, die Grenze ist offen

Tobias Faix hat gesagt…

Und ich finde die Rede von Werner Schulz wirklich beeindruckend...

Daniel hat gesagt…

Wirklich sehr bemerkenswerte Rede!

Anonym hat gesagt…

es ist nur leider traurig zu sehen, dass die Christen nun von den Bürgerrechtlern mehr als Bremser und weniger als Vorreiter gesehen werden. Mich erschrickt ein bisschen, wie Geschichte, die gerade einmal 20 Jahre alt ist, schon von Deutungen umkämpft wird. Wer kann sich nun zuschreiben, für den friedlichen Ausgang verantwortlich zu sein? In Leipzig ist das meiner Ansicht nach sehr umstritten.

Andreas hat gesagt…

Die Rede ist wirklich hervorragend.
Als Leipziger, der die atemberaubenden Tage damals ganz nah miterlebt hat, bin ich zufrieden, dass die Bedeutung dieser Ereignisse nun endlich ins Bewußtsein aller Deutschen zu rücken scheint. (Nachdem ich bislang bei der Verwendung des Begriffs "Revolution" von meinen Schwestern und Brüdern aus der Bonner Republik zumeist nur belächelt wurde :-)
Aber bei aller Euphorie und Dankbarkeit: Wenn das "die Transformation eines ganzen Staates" gewesen sein soll, wie sieht dann bitte das Reich Gottes aus?
Nein, mir ist es nicht egal, ob ich in der DDR oder der BRD lebe. Aber ich erlebe es jeden Tag: Es sind nach wie vor die gleichen Menschen mit den gleichen Arten und Unarten, die sich nur unter anderen Umständen auf andere Weise zeigen...