Dienstag, Oktober 13, 2009

"Die Welt verändern"


Diese Tage kam der 2. Band unserer Transformationsstudien unseren Studienprogramms Gesellschaftstransformation heraus. Der Band nimmt in vier großen Feldern die Grundfragen einer Theologie der Transformation auf:
1. Transformation als Thema der Theologie
2. Intradisziplinarität als Denkrahmen
3. Transformation in der Kirchengeschichte
4. Praxis transformatorischer Theologie
Über 20 Autorinnen und Autoren aus Kirche und Freikirche haben auf ihrem Fachgebiet einen Beitrag für dieses spannende Buch über Veränderungsprozesse geschrieben.

Hier die einleitenden Worte aus dem Vorwort:
Die Welt verändern. Ein etwas großspuriger Titel, wenn davon ausgegangen wird, dass sich die Herausgeber oder Autorinnen und Autoren dies als persönliches Ziel ausgegeben haben. Aber dem ist nicht so. Sie sehen sich eher als Helfer und Helfershelfer in einem größeren Ensemble, welches seit Anbeginn der Zeit hier auf Erden spielt. Der Dirigent ist Gott selbst, der seine missio Dei mitten in all den Unruhen und Veränderungenprozzessen der Jahrhunderte spielt. Gott möchte die Welt verändern und tut dies auch. Nicht durch Gewalt und Macht, sondern durch das Wirken des Heiligen Geistes und die Ausbreitung des Reiches Gottes. Dieses Reich, welches durch Christus begonnen hat und sich seitdem durch die Gemeinschaft von Christen mitten in der Welt ausbreitet, ist das sichtbare Zeichen Gottes auf Erden. Es zeichnet sich durch die „bessere Gerechtigkeit“ aus, die Jesus seinen Nachfolgern gelehrt und vorgelebt hat, in dem er die Maßstäbe der damaligen Welt auf den „Kopf“ gestellt hat. Er kümmerte sich um die Armen und sozial Ausgegrenzten, legte sich mit den Theologen und Gelehrten an und mischte sich in die öffentlichen Diskussionen ein. Dabei war Jesus nicht der klassische „Revolutionär“, sondern hatte immer das „Heil“ von Land und Leute im Blick.

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