Dienstag, Juli 27, 2010

"Kleine Theologie der Arbeit (1)"

Im Urlaub habe ich mal wieder, pünktlich zum 20. Jahrestag, die Oxford Erklärung gelesen. Von den nachdenkenswerten Gedanken inspiriert, habe ich mir, unterstützt von Miroslavs Volfs Ausführungen, Gedanken über „Arbeit“ gemacht. Wann könnte man dies besser tun als im Urlaub.

Was ist Arbeit in Gottes Absicht?
Wenn in der Theologie über Arbeit gesprochen wird, dann in guter protestantischer Tradition, meist aus schöpfungstheologischer und ethischer Perspektive (Luther: der Mensch ist zur Arbeit geschaffen wie die Vögel zum Fliegen), die Oxford Erklärung erweitert dieses Spektrum um zwei interessante Aspekte, den eschatologischen und pneumatischen. Dies bedeutet, dass es nicht nur um eine Bewahrung der Schöpfung durch die Arbeit geht, sondern dass die Arbeit auch hilft die Schöpfung ihrem Ziel näher zu bringen (dazu später mehr). Zu Beginn geht es um eine erste kurze Definition: „Arbeit umfasst all jene Tätigkeiten, die nicht um ihrer selbst willen, sondern zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse ausgeübt werden.“ Damit werden zu Beginn Arbeit und Freizeit (als Befriedigung der eigenen Bedürfnisse) getrennt, was sicher etwas schwammig ist, aber eine Richtung vorgibt. Des Weiteren wird Arbeit nicht auf „Lohnarbeit“ reduziert, was ich für sehr wichtig halte und dem Begriff eine Weite gibt, die sowohl Arbeit im Haushalt als auch in klassischen Berufen abdeckt.

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