Dienstag, Oktober 05, 2010

"Deutschland schafft sich ab"

Oder warum wir die Gruppe von Menschen mit Bankhintergründen in Deutschland so nicht mehr gebrauchen können.
Die Gruppe von Menschen mit Bankhintergründen in Deutschland wächst in den letzten Jahren stetig an, dazu kommen unzählige Vermögensberater und Finanzoptimierer. Obwohl wir die größte Finanzkrise seit Jahrzehnten hinter uns haben, hält sich diese Gruppe nicht nur hartnäckig, nein sie vermehrt sich sogar überproportional. Eine Ursachenforschung ist schwierig, aber es ist wahrscheinlich, dass es eine soziale Determination und evtl sogar eine genetische Präposition gibt, die diese Menschen einen Beruf in der Finanzwelt ergreifen lässt. Wenn unverbesserliche Menschen mit Bankhintergrund sich auf Steuerkosten in der Krise bereichern und sich zum Dank mit Millionenboni überschütten, dann zeigt dies die pervertierte Kultur der Dekadenz, die jegliche Eingliederung in eine demokratisch geordnete Gesellschaft ausschließt. So hat die Commerzbank 18,2 Milliarden Steuergelder bekommen um jetzt über 50 Bankern einen Millionenbonus auszuzahlen und dies ist leider kein Einzelfall. Es zeigt nicht nur die ethischen Defizite, sondern eine bewusste Verweigerungshaltung. Dies lässt unweigerlich die Frage aufkommen: Wollen sich Menschen mit Bankhintergründen überhaupt gesellschaftlich integrieren? Und des weiteren schließt sich die Frage an, muss sich der Rest der Gesellschaft dies gefallen lassen? Will oder kann der Banker an sich nicht dazu lernen? Und dies zeigt wiederum sehr deutlich, dass wir in Deutschland ein Bildungsproblem haben. Obwohl viele dieser Menschen eine exzellente Bildung haben und es besser Wissen müssten, tun sie das Gute nicht, sondern wirtschaften zum eigenen Vorteil und füllen maßlos die eigenen Taschen. Sie treten die Bildungstradition Deutschlands mit Füßen und entfremden sich von der langjährigen Kultur und Geschichte Deutschlands. Sie schaden damit dem Land, der Demokratie und entgrenzen sich bewusst vom Rest der Gesellschaft. So entsteht ein neues Milieu, das sich in die bisherigen Milieukarten der Bundesrepublik kaum einordnen lässt: Das Bankeriat. Das Bankeriat kennzeichnet eine hohe Bildungsvergangenheit und eine materielle Vielfalt ebenso wie eine ethische Intoleranz und eine niedrige Schamgrenze. Die Menschen im Bankeriat suchen oftmals ihresgleichen und bleiben so unter sich. Die explorative Vermehrung geschieht meist nicht mehr auf biologischen Weg, sondern durch konkrete Anwerbung bestimmter (genetisch bestimmter) Charakteren, die sich vom Traum vom schnellen Geld nur allzu gerne locken lassen. Da dieses Milieu überproportional wächst, stellt es eine reale Gefahr für Deutschland da. Statistiker haben errechnet, dass ab dem Jahr 2030 auf jeden Banker zwei Bankkunden kommen und ab dem Jahr 2050 das Verhältnis eins zu eins ist. Dies mag aus Sicht der Kundenbereuung eine exzellente Quote sein, aus wirtschaftlicher Sicht ist es eine Katastrophe. Deshalb muss eine öffentliche Debatte zu dieser berennenden gesellschaftlichen Frage unserer Zeit angestoßen werden. Wir brauchen Anreize zur Integration und wenn dies nicht ausreicht, nachhaltige Konsequenzen, wenn Menschen mit Bankhintergründen nicht bereit sind ihre Einstellung, ihren Lebensstil und ihre Kultur zu überdenken und zu verändern. Wir in Deutschland müssen ganz neu überlegen, wie wir mit dieser Gruppe von Menschen umzugehen haben, sonst setzen wir unser Land aufs Spiel!