Freitag, Dezember 10, 2010

"Von Ikea zur FairTrade Diskussion hin zur Firmengründung"

Die Vorweihnachtszeit ist immer etwas anstrengend und und die Flut der Mails oftmals noch schwerer zu beantworten. Aber manchmal liegt so mitten im Alltag eine kleine versteckte "Perle", ein Mutmacher, so ist es mir mit dem folgenden Mail ergangen (welches ich mit freundlicher Genehmigung hier veröffentlichen darf), dass manche Mühen und Hoffnungen nicht vergeben sind. Danke.

Lieber Tobias Faix,

ich habe Deine E-Mail-Adresse von Deinem Blog genommen. Meine Name ist André und ich bin auch Christ. Vor einem Jahr habe ich mit meinem Hauskreis Dein Buch „Würde Jesus bei IKEA einkaufen?“ gelesen und neben einer lebhaften Diskussion hat Dein Buch noch etwas anderes ausgelöst: Ich habe eine Firma für Fairtrade-Heimtextilien gegründet! Kein Scherz, Dein Buch war einer der Haupteinflüsse für die Firmengründung.:)

Die Firma heißt „Caleb’s Hill“ und Du kannst unter www.calebshill.de nachschauen, dass wir einige Sachen anders als alle andere Textilfirmen auf dem Markt machen:

1) Bio-Baumwolle
Die Baumwolle für unsere Produkte stammt zu 100% aus kontrolliert biologischen Anbau und selbst die Färbung ist so schonend vorgenommen, dass die Textilien sehr haut- und allergikerfreundlich sind. Es wird so gut wie keine Chemie beim Baumwollanbau und der Verarbeitung verwendet.

2) Fairtrade
Unsere Produkte tragen das offizielle Fairtrade-Siegel, wozu ich Dir wahrscheinlich nicht viel erzählen muss.:)

3) Unser 1zu1-Versprechen
Wir setzen dem Ganzen noch die Krone auf, indem wir für jedes verkaufte Produkt einem notleidenden Menschen ein äquivalentes Produkt geben. Wie das genau funktioniert, kannst Du unter www.calebshill.de nachlesen.

4) Die 1zu1-Nummer
Wir streben danach, möglichst transparent zu sein. Daher hat jedes Produkt eine sog. 1zu1-Nummer auf dem Waschlabel. Wenn der Kunde die Nummer auf unserer Webseite eingibt, kann er nachverfolgen, wo sein Produkt produziert wurde und welche 1zu1-Hilfsaktion er durch den Kauf unterstützt hat. Da wir gerade erst gestartet sind, haben wir aber leider noch keine Hilfsaktion durchgeführt (das soll sich aber bald ändern!).


Viele Grüße aus dem eiskalten Braunschweig!

André


Also, wer noch Weihnachtsgeschenke sucht ist hier genau richtig! Und mittlerweile gibt es ja nicht nur das "Ikeabuch", sondern auch noch das "Aktivgruppenbuch" für Jugend- und Hauskreise. Schauste hier! :)

Also Ermutigung und zur Vorweihnachtszeit gibt es nochmals "Marie"...

Dienstag, Dezember 07, 2010

„Was ist der Kern des Evangeliums?“

Heute Nachmittag habe ich einen interessanten Bericht über einen ausgeladenen Evangelisten gelesen. Er hat bei einer Evangelisationswoche über das Gericht Gottes gepredigt, was bei einigen Zuhörern und der lokalen Presse nicht gut ankam. Sie haben ihm geistlichen Druck und Manipulation vorgeworfen. In einem Interview hat der Evangelist dazu Stellung genommen und dies fand ich jetzt das eigentlich Spannende; denn der Evangelist verteidigte sein Vorgehen mit dem Hinweis, dass das Gericht Gottes zum Kern der christliche Botschaft gehöre und wenn man es weglasse, könne man gleich ganz aufhören zu evangelisieren.
Die Frage nach dem „Kern des Evangelium“ scheint mir hier doch angebracht. Was gehört zum Evangelium unbedingt dazu? Was müssen Menschen wissen, um eine Ahnung von Gott zu bekommen? Und wie bei jeder Kommunikation ist diese Aussage ja auch eine Selbstmitteilung über das eigene Gottesbild. Beides ist eine wichtige Frage, den eigenen Glauben zu reflektieren, gerade wenn es um das Thema Kontextualisierung geht. Was vom Evangelium auf unterschiedliche Art und Weise in den verschiedenen Kulturen widerspiegelt? Was gehört zu „meinem“ Evangelium? Was dagegen ist „Allgemeingut“?