Dienstag, Juni 28, 2011

"Der Versuch des nachhaltigen Lebens Teil 3"

Wenn es um Nachhaltigkeit des Alltags geht, hat dies natürlich auch mit meinem Verständnis der Bibel zu tun. Zu Beginn ein paar grundlegende Gedanken, da das Thema Nachhaltigkeit von Anfang an eine Rolle spielte. Gott hat die Erde erschaffen mit allem, was dazugehört: die Natur, die Tiere und den Menschen und er fand alles gut. So beginnt die große Geschichte Gottes mit den Menschen. Gott schafft sich mit dem Menschen (adam) ein Gegenüber nach seinem Ebenbild (Imago Dei). Neben dem Gesamtkunstwerk Erde wurde deshalb besonders der Mensch in der Würde Gottes geschaffen, um an Gottes Stelle Verantwortung für die Erde zu übernehmen (Gen 1,28; Ps. 8,7-9). In der Übertragung dieses Kulturmandates wurde der Mensch zum Repräsentanten Gottes auf Erden. Daran wird die Schöpfungsordnung Gottes deutlich: Alles ist perfekt, aber es ist nicht alles gleich. Alles bekommt seinen Platz, aber nicht alles hat dieselbe Aufgabe. Die Schöpfungsordnung ist die Grundlage der verschiedenen Beziehungsebenen zwischen Gott – Mensch – Natur und der Mensch ist als übergeordnete Ebenbildlichkeit Gottes für die Beziehungen untereinander und zur Natur verantwortlich. Durch den Sündenfall (Gen 3) haben sich die Beziehungen verändert. Die Folge ist eine Entfremdung zwischen den einzelnen Beziehungsebenen. Dies führt zu einer Zerstörung des gesamten Beziehungsgefüges. Betroffen sind sämtliche Dimensionen, die Beziehungen des Menschen zu Gott (Gen. 3,8+22-24) ebenso wie die Beziehungen zur Natur (Gen. 3.16-17; Röm. 3,22b-23) sowie des Menschen zu sich selbst und dem Nächsten (Gen. 3,7). Trotz dieses Falls der Schöpfung und der damit verbundenen Entfremdungen bleibt die Liebe Gottes existent (1. Joh 4,8). Doch das Fremde macht uns Angst, Misstrauen wächst und macht sich in den unterschiedlichen Beziehungen breit. Die Heilsabsicht Gottes ist dadurch nicht gestoppt, aber es geht von nun an um die Wiederherstellung der Beziehungen. Und zwar eine Wiederherstellung der gesamten Welt, nicht nur eine „Rettung der Seelen“ allein. Diese Heilsabsicht Gottes zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel….

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Verstehe Ihren Beitrag nur teilweise bzw. die letzten Sätze überhaupt nicht.
Habe dazu zwei Fragen.
Bei "was" geht es mehr, als um die "Rettung von Seelen" und "warum" überschreiben Sie den Beitrag mit "Versuch des nachhaltigen Lebens 3"?
Meiner Meinung nach vermischen Sie verschiedene Themen zu unverständlichem Inhalt.
Sie lassen die Heilsgeschichte Gottes mit dem Menschen bzw. der Welt unabgeschlossen und erwähnten nicht, dass in Jesus Gottes Wille vollendet wurde. Das können Sie wohl nicht so stehen lassen, oder..?

Tobias Faix hat gesagt…

oh, kann ich schon! ;)

Ich kann Ihre Fragen schon verstehen und versuche sie mal zu klären. Ich glaube, dass Gottes Mission mit uns Menschen auf dieser Erde alle Beziehungsebenen (Gott, mir, Nächster & Schöpfung) umfasst und Jesus auch für gekommen ist um diese zu versöhnen. Diese Versöhnung wird zum Teil schon heute auf der Erde im "Reich Gottes" sichtbar. In diesem Reich Gottes geht es eben nicht nur um "Seelen" retten, sondern um ein ganzheitliches Leben zur Ehre Gottes. Dazu gehört neben Evangelisation, Familie, Gemeinde, Arbeit genauso der verantwortungsvolle Umgang mit der Schöpfung.