Donnerstag, Januar 13, 2011

„Mehr Sex mit Jesus“

Manchmal wundere ich mich ja und weiß nicht so recht, wie auf einige seltsame Stilblüten des Christentums reagieren soll. Eine davon habe ich vor einiger Zeit in einem „offenen Gottesdienstteil“ erlebt, als eine junge Frau nach vorne ging und erzählt hat, dass sie sich „mehr Sex mit Jesus wünscht“. Was sie damit ausdrücken wollte, war wohl eine enge, leidenschaftliche Beziehung zu Jesus. Sicher keine menschlich, sexuelle Beziehung und doch denke, ich, dass diese Semantik problematisch ist. Ich finde ja schon die Anrede Pappi oder Daddy irritierend und habe manchmal den Eindruck als ob Gott nur noch für mich persönlich verantwortlich sei, für meine Beziehungswünsche und Sehnsüchte. Hier wird Gott zu schnell zum individuellen Wohlfühlfaktor meiner Sehnsüchte degradiert und dies hat er sicher nicht verdient.