Montag, März 11, 2013

„Alltagsstakkato: Mit Kinder und ohne Mutter.“


6:10h aufstehen, Frühstück und Schulbrot richten, Kinder für die Schule fertig machen, aufräumen, Gebet, Unterricht, Sitzung, Sitzung, Mittagessen richten, erstes Kind kommt heulend von der Schule, gestützt, verarzten, zweite Kind kommt von der Schule, bei den Hausaufgaben begleiten (Kind braucht allein für Deutsch 90min), Stimmung mies, Englisch lernen mit dem einen Kind, Stimmung schlechter, da morgen Englischarbeit, Französisch lernen mit dem zweiten Kind, Vater kann kein Französisch, Stimmung noch schlechter, da morgen Französischarbeit, kurz weg: Sitzung, zurück, Englisch wiederholen mit dem einem Kind, Stimmung hellt sich auf, 10 Mails beantworten, anders Kind zum Orchester fahren, das Nötigste einkaufen, heim zum anderen Kind: Englisch Vokabeln wiederholen (Kind kann sich divorced nicht merken und merkt dazu an: „Warum muss ich das wissen, ihr lasst euch doch eh nicht scheiden!“ Vater lässt sich davon überzeugen und schmeißt die Vokabel raus), Erfolgserlebnisse zu verzeichnen, Stimmung steigt, Abendessen richten, Kind vom Orchester abholen, Abendessen, Kinder helfen freiwillig und OHNE Aufforderung beim Abräumen, Vater fragt ungläubig, ob alles o.k. ist, Kind merkt an: „Wenn die Mama nicht da ist, muss man dir schon ein bisschen helfen!“, Stimmung ist blendend, Vater macht den Fehler die Stimmung auszunutzen und fordert die Kinder freundlich auf, ihr Zimmer aufzuräumen, Stimmung sinkt schlagartig, Vater „zwingt“ die Kinder ihr Zimmer aufzuräumen, ein Kind überlegt das Jugendamt zu rufen, Kind räumt (unter Protest) auf und verzichtet auf den Anruf, Schulsachen richten, Kinder werden ins Bett gebracht (singen, beten, rauszögern), Vater setzt sich auf Sofa und „schnauft erstmal durch“, Kinder rufen aus dem Kinderzimmer, Vater ruft zurück, die Kinder vermissen die Mama, der Vater auch, Unterricht vorbereiten für den nächsten Tag, die Mutter ruft an, Vater erwähnt, dass sie doch fehlt, letzte Mails beantworten, 22:10h fertig für heute.

P.S. Respekt für alle Alleinerziehenden, die ihr das jeden Tag macht und nicht nur ein paar Tage....

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die fehlende Mama ist zum Glück nicht krank, sondern bei der lieben kleinen Schwester in Köln um ihr im "Kindbett" beizustehen.
Sie hätte ruhig länger bleiben können, nachdem ihr Ehemann das so gut gemeistert hat!!!
So wie Du die Leistung Deiner Frau schilderst, hätte sie eigentlich jetzt ein paar Tage Ferien verdient.-- Eine nahe Verwandte

Tobias Faix hat gesagt…

;)