Sonntag, September 29, 2013

„Lauter Gewinner! Ein Kurzbericht über den Fairen Markt Marburg.“







Das kleine Mädchen hält sich fest an der Hand ihrer Mutter und zieht diese mit festem Griff zum ‚Glückrad’. „Kann ich da was gewinnen?“ fragt sie mit neugierigem Blick und schaut schon lächelnd auf die leckeren Schokosachen direkt vor ihr. Die nette Studentin am Glücksrad bejaht die Frage des Mädchens und diese setzt sofort mit einem festen Ruck das Glücksrad in Bewegung. Die Mutter schaut interessiert über dieses hinweg und fragt: „Was machen sie hier eigentlich?“. Auf diese Frage wartet die Studentin schon und fängt an über die Vorteile des fairen Handels zu sprechen, während die Tochter hoffnungsvoll auf das sich drehende Glücksrad schaut.
Solche Szenen haben sich letzten Sonntag auf dem Fairen Markt Marburg den ganzen Tag abgespielt und die Informationen, die die wartende Mutter bekommen hat, haben sich etwa so angehört: Immer mehr Marburgerinnen und Marburger achten beim Einkaufen auf ihr Konsumverhalten, sie wollen keine Produkte mehr kaufen, die von Kinderhand (momentan müssen 168 Millionen Kinder weltweit arbeiten) oder unter katastrophalen Bedingungen hergestellt werden. Aber es ist gar nicht so einfach sein Einkaufsverhalten umzustellen, wenn man nicht nur faire Schokolade und fairen Kaffee einkaufen möchte. Wo bekomme ich fair gehandelte T-Shirts? Und gibt es auch getrocknete Mangos? Wie ein Mann am Sonntag nachfragte. All dies kann man seit einem Jahr auf der Homepage: www.marburg-fairbinden.de bequem von zuhause nachschauen. Die gesuchten Produkte können in ein auf der Homepage befindliches Suchfeld eingetragen werden und dann erscheinen zum einen alle Marburger Geschäfte, die diese Produkte vertreiben und auch noch die Siegel, mit dem die Produkte ausgezeichnet sind, damit die Verbraucher auch sicher sein können, dass sie fair gehandelt wurden. Eine einfache und tolle Sache. Auf der Homepage gibt es dann noch eine ganze Menge mehr Informationen rund um den fairen Handel, die ehrenamtlich von Bürgerinnen und Bürgern Marburgs zusammengestellt wurde.
Das Mädchen am Glücksrad gewann übrigens ein faires Überraschungsei und zog zufrieden mit ihrer Mutter weiter. 

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