Freitag, Oktober 18, 2013

„Unverkäuflich! Oder doch nur ein gutes Geschäft?“




  • 29,8 Millionen Menschen arbeiten gegenwärtig unter Sklavenbedingungen (Walk Free, 2013)
  • Etwa 880.000 Menschen in Europa werden unter Zwang festgehalten, über 270.000 von ihnen sexuell ausgebeutet (ILO, 2012)
  • mindestens 10 000 Sklaven werden in Deutschland gehalten 


Heute ist der „Europäische Tag gegen Menschenhandel“, ein gegenwärtig immer noch verdrängtes Thema mitten unter uns. So sagt beispielsweise Dietmar Roller, Vorstandsvorsitzender von IJM: "Der Kampf gegen Menschenhandel hat bislang kaum Priorität in Gesellschaft und Politik". Und er hat Recht, denn Deutschland hat die EU-Richtlinie gegen Menschenhandel nicht umgesetzt. Vielleicht eine neue Chance in der kommenden großen Koalition? Unterdessen blüht das Geschäft von dem wir alle profitieren, in Form von billigen Arbeitskräften. Während in Deutschland die meisten Sklaven im Bereich der Prostitution gehalten werden, arbeiten weltweit 2/3 der Sklaven in Bereichen wie Landwirtschaft, Pflege, Hotelgewerbe oder der Schlachtindustrie. Geschätzte 32 Milliarden US-Dollar Umsatz (ILO, 2012) werden mit Sklavenhandel weltweit erzielt und dies nicht nur in Indien, sondern auch in Europa und in Deutschland.
Immer mehr Christinnen und Christen engagieren sich gegen Menschenhandel und Sklaverei und setzen sich ein für Menschenwürde, denn jeder Mensch ist im Angesicht Gottes geschaffen worden und hat spiegelt unabhängig von seiner Herkunft und seines Standes Gottes Ebenbildlichkeit wider.


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