Donnerstag, März 28, 2013

„Das Abendmahl zwischen Bedrückung und Befreiung“




Vor gut 30 Jahren habe ich in der badischen Landeskirche mein erstes Abendmahl am Gründonnerstag zu mir genommen und ich habe nicht die allerbesten Erinnerungen daran, ich habe es eher bedrückend und beschwerlich empfunden. Krampfhaft habe ich versucht, um die Vergebung meiner Sünden zu bitten und nur keine zu vergessen. Seitdem habe ich in vielen unterschiedlichen Formen und Kirchen das Abendmahl zu mir genommen und eine richtig befreiende Atmosphäre war eher selten dabei. Dabei ist genau dies ein zentraler Punkt beim Abendmahl. Es ist interessant, dass die Einsetzung des Abendmahls im Neuen Testament (Lukas 22,7-23) nicht auf das jüdische Versöhnungsfest fällt (Jom Kippur), sondern auf das Fest der Befreiung aus der Sklaverei (Passa). Wir teilen Brot und den Wein mit allen, die zusammen gekommen sind, werden gestärkt und dann ausgesandt. Das Abendmahl ist dabei ein Bild des Teilens, das ganz einfach und praktisch Menschen einlädt, sich an Gottes großem Tisch zu versammeln. Dort ist für sie alles bereit, was sie zum Leben brauchen: Brot und Wein, Sinnbild für Christus, der uns durch seine Auferstehung aus dem alten Muster des Todes in ein Leben der Erneuerung führt. Dieses befreien und Teilen bezieht sich auf alle Bereiche des Lebens. Es sind genügend Ressourcen auf der Erde vorhanden und es ist unsere Aufgabe, sie gerecht zu verteilen. Unser Auftrag umfasst geistliche und materielle und geistige Güter, die wir mit Menschen teilen. Alles, was wir haben, teilen wir, so wie Christus seinen Leib für alle gegeben hat. Das Abendmahl ist kein individualistisches Mahl, sondern ein Gemeinschaftsmahl mit globalem Ausmaß der Gemeinde Christi weltweit. Bei diesem Gemeinschaftsmahl komme ich selbst nicht zu kurz, da ich ja Teil des Gebens und Nehmens bin.
 

Dienstag, März 26, 2013

"Neue Bücher, Interviews und spannende Beiträge"







In der letzten Woche kam das neue „Francke Magazin Theologie“ heraus. Dieses gibt es nicht nur in gedruckter Form, sondern auch online zu lesen. Und es ist wieder voll gepackt mit spannenden Beiträgen, hier ein Auszug:
„Das Böse nistet nicht nur in unseren Herzen.“ Tobias Künkler geht der Frage nach „struktureller Sünde“ auf den Grund.
„Wie Gesellschaftstransformation in der Praxis aussieht“: Ein Auszug aus dem Vorwort von „Tat.Ort.Glaube.“, dem Praxisbuch mit 21 inspirierenden Beispielen zwischen Gemeinde und Gesellschaft.
„Mediation in der Gemeinde“: Welche Rolle spielt Mediation in Gemeinden und für Gemeinden. Dieser spannenden Frage geht Marcus Weiand vom ComPax Institut für Konflikttransformation nach.
„Entwicklung, Versöhnung, Transformation“: Thomas Kröck fragt nach den internationalen und interkulturellen Aufgaben von Christen in Mission, Gemeinde und Entwicklungszusammenarbeit.

Dazu gibt es wieder jede Menge Rezensionen von neuen Büchern:
„Leben. Rufen. Verändern“ von Johannes Reimer
„Anders leben – eine Familie fairsucht's“ von Thomas Weißenborn
„Jesus“ von N.T. Wright
„Jesus und der Sieg Gottes“ von N.T. Wright

Dazu Leseproben, Interviews etc. Also, es lohnt sich mal rein zuschauen!


Sonntag, März 24, 2013

"Livelesung der Vater-Tochter-Dialoge als Hörbuch"

 
 

Vor ein paar Wochen haben Aimée, Lilly, Christine und ich die Möglichkeit gehabt unsere "Vater-Tochter-Dialoge" live einzulesen, was ein großer Spaß war. Jetzt ist das Ergebnis dieser Livelesung beim Francke Verlag als Hörbuch erschienen und wir freuen uns sehr darüber. Ich bin sehr stolz auf meine Töchter, sie haben das fantastisch gemacht! Und ein dickes Dankeschön an das tolle Publikum (es war sehr witzig), den tollen Techniker und den Francke Verlag!  Hier eine kurze Kostprobe:
 
Schöne Rezi zur CD gibt es hier!