Freitag, April 19, 2013

"Wenn Jugendliche über Glauben reden. Spannende Inneneinsichten in das Glaubensleben von Jugendlichen."






„Ich bin gerne evangelisch, da es eine Konfession der Freiheit ist, in der sich Yin und Yang das Gleichgewicht halten.“
Janine, 15 Jahre

„Aber, ist halt immer so ein Thema über das viele dann nicht so gerne reden wollen, weil es dann einfach so tief geht, ich glaub da redet man auch nicht mit jedem gerne drüber. Da möchte man auch wenn nur mit jemandem reden, dem man auch wirklich vertraut, weil es geht ja nicht jeden was an.“
Kathrin, 14 Jahre


Heute ist ein interessantes Buch erschienen, an dem ich die letzten drei Jahre mitgearbeitet habe. Wer mit Jugendlichen in Schule oder Gemeinde arbeitet und dann noch mit Glaubensvermittlung unterschiedlichster Art zu tun hat, dem sei das folgende Buch empfohlen: "Wenn Jugendliche über Glauben reden - Gemeinsame Erfahrungsräume gestalten. Ein Praxisbuch für die Jugendarbeit Basierend auf der empirica-Studie "Spiritualität von Jugendlichen". Ein Team des Instituts empirica hat im Auftrag des Amtes für Jugendarbeit der Kirche Westfalen zwei Jahre lang Jugendliche zu ihrem glauben auf unterschiedlichste Art befragt. Das Ziel war: Jugendliche sollen selbst ausdrücken was und wie sie glauben. Ein sehr spannender Prozess. Jetzt wurden die Ergebnisse für die Praxis der Jugendarbeit interpretiert, von Jugendlichen selbst (sehr spannend) und von Mitarbeitenden aus der Jugendarbeit. Dazu gibt es elf praktische Beispiele aus Jugendarbeit, wie auf die empirischen Erkenntnisse praktisch reagiert werden kann. Was mir sehr gut gefällt, sind zehn Portraits von Jugendlichen, die eine Collage ihres Glaubens gestaltet und diese dann selbst erklärt haben. Sehr interessant. Das war überhaupt das Grundmotto der Studie udn auch des Buches: Jugendliche selbst zu Wort kommen lassen. Sie wissen was sie glauben, was ihre Hoffnung und ihre Ängste sind, wie, wo udn mit wem sie glauben wollen.




Klappentext:
Wie glauben Jugendliche heute? Stimmt das Vorurteil, dass sie mit Religion und Kirche nichts am Hut haben? Das wollten die Autoren der Studie "Spiritualität von Jugendlichen" genauer wissen und den Jugendlichen im Sinne Martin Luthers "aufs Maul schauen".

Dieses Werkbuch nimmt die großangelegte empirica-Studie zur Grundlage und gibt eine faszinierende Innenansicht in das Glaubensleben der Jugendlichen: In Collagen, Interviews und Fragebögen haben sie ihren Glauben selbst dargestellt und kommen in diesem Buch immer wieder zu Wort. Daran anknüpfend fragen die Autoren in einem großen Praxisteil nach den Konsequenzen für die kirchliche Jugendarbeit
heute. Mehrere Experten geben Antworten; Projekte und Beispiele gelingender Jugendarbeit laden zum Ausprobieren ein.

Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse der Studie gibt es hier.


Montag, April 15, 2013

„Warum Mentoring heute unverzichtbar ist! Bericht vom ersten Mentoringkongress"







Am Samstag fand der erste christliche Mentoringkongress in Marburg statt. Es gab es ein interaktives und abwechslungsreiches Programm, das von Pfarrer Stefan Pahl mit dem Vortrag „Warum Mentoring heute unverzichtbar ist“ begonnen wurde. Darin betonte er, dass Mentoring in der Wirtschaft und in der Hochschullandschaft boomt und in den Kirchen und Gemeinden jetzt langsam ankommt. Immer mehr interessieren sich dafür und probieren es aus. Sinn und Ziel des Kongresses war es, diese Initiativen zusammen zu führen. Konkret gab er zehn Gründe weiter, warum sich die Umsetzung von Mentoring für Kirchen und Gemeinden lohnt (z.B. Mentoring hilft Glaubens- oder Wissensriesen, nicht Seelenzwerge zu bleiben oder Mentoring hilft günstig und effektiv zu mehr ehrenamtlich Leitenden).  Danach wurden drei Praxisbeispiele vorgestellt, die aufzeigten, wie Mentoring heute in Schulen und Gemeinden umgesetzt wird. Am Nachmittag gab es sieben verschiedene Workshops, in denen das Gesagte vertieft oder in die Praxis umgesetzt wurde. Ein Schwerpunkt war dabei das Thema Vernetzung, dabei ging es sowohl um eine inhaltliche Vernetzung zwischen verschiedenen geistlichen Angeboten im Kontext der Gemeinden als auch um ein neues regionales Netzwerk aus Mentorinnen und Mentoren, das in verschiedenen Regionen in Deutschland entstehen soll. Dafür gibt es regionale Supervisoren, die diese Gruppen für aktiven Mentoren anbieten. Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Vortrag über die Notwendigkeit einer Mentoringkultur und das Generationenpotenzial vieler christlicher Gemeinden.
Ich muss sagen, dass ich sehr dankbar auf diesen tollen Tag zurückblicke und mich freue, dass über 150 Leute gekommen sind. Dies zeigt, dass das Thema Mentoring tatsächlich in den Gemeinden ankommt, was mir große Hoffnung gibt. Außerdem war ich begeistert über die tollen Leute, ich habe selten eine so gute, positive und ermutigende Stimmung auf einem Kongress erlebt. Danke.
Veranstaltet wurde der Kongress vom christlichen Mentoringnetzwerk Deutschland und der mbsakademie Marburg.

Wer an einer Mentoring Weiterbildung interessiert ist, sollte mal hier schauen.